Was ist eigentlich "Reich Gottes"?

Was ist eigentlich "Gottes Reich"?

 

 
"Wer das Reich Gottes nicht empfängt
wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen."
Markus 10, 15
 
 
 
Klar habe ich die Sichweisen der Zeugen Jehovas noch alle im Sinn.
Gottes Reich regiert seid 1914 im Himmel, durch Jesus und es soll bald auch auf Erden kommen um auch auf Eren zu regieren. Alles Böse und alle Irrlehrer sind dann vernichtet und Jehova wird die allein wahre Anbetung auf Erden für alle Ewigkeiten einführen.
 
Mein Wunsch ist es hier nun den Ehemaligen oder den Noch-Zeugen Jehovas - aber auch jeden anderen den es interessiert - die allgemein christliche Sicht zu diesem Thema zu offerieren, ohne zu beanspruchen die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben.
Aber dies ist hier ja zum Glück eine Webseite welche es zulässt, neue Sichten immer wieder mit erinfließen zu lassen, sprich hier immer weiter etwas zu bearbeiten.
Und meine chritliche Sicht ist nun mal auch nur meine derzeitige - und mehr als das werde ich hier nicht schreiben, bzw. in Zukunft immer mal wieder weiter ausbauen.
 
Im alten Testament findet man selber wenig über diesen Wortlaut "Gottes Reich" - dennoch kann man hier schon bei Adam und Eva anfangen, was es im eigentlichen bedeutet.
 
Nehmen wir nun mal zuerst diese beiden Wörter auseinander:
"Gottes Reich" - hier herrscht Gott, ist doch klar.
Doch wie herrscht Gott?
Gott ist kein Tyrann, der seine Regierunerg aufdrängt, wo das Volk in Zwangs-Dienerschaft verfallen muss.
 
Wenn man sich nochmal den Garten Eden anschaut, dann wird Gott hier als jemand dargestellt, der den Menschen alles gegeben hatte - er hatte alles liebevoll bereit gemacht und den Menschen alles geschenkt.
Er ist ein Gott, der gerne Dinge verschenkt, ja sogar Sachen wie Bewusstsein und Verständnis für die Dinge der Liebe, sowie was sie nicht ist.
Der Mensch sollte eigentlich ewig gesund und glücklich bleiben, was nur durch Gottesbeziehung möglich sein kann.
Denn nur wenn man an der Lebensquelle bleibt, solange lebt man auch.
Das heißt für mich, das es die Natur des Menschen ist, das er in Gottesbeziehung leben sollte.
Ohne den Lebendgeber lebt man nicht wirklich.
 
Dieser Gott wusste also ganz genau, das der Mensch ohne ihn verloren ist.
Doch Gott drängt sich nicht weiter auf, wenn er merkt, das das Herz eines Menschen für etwas anderes schlägt als für ihn.
So wie diese Schlange - für mich ist das nur eine Geschichte (tut mir leid liebe Fundis) - als Symbol für alles steht, was uns von den guten Willen Gottes, den er eigentlich für jeden Menschen vorgesehen hatte, fern zu halten sucht, so ist dies ein warnendes Bild dafür, das wir darauf acht zu geben haben, wen unser Herz gehört.
 
Hier greift also wieder der innere Mensch, über den ich auf diesen Seiten schon so viel geschrieben hatte - freier Wille ist eine Illusion, wenn man nicht alle Informationen kennt.
Daher lässt der himmlische Vater jeden Menschen seine Erfahrungen selber machen, aus Liebe, da der Mensch das Recht dazu hat, seinen eigenen Willen zu erkunden und die Konsequenzen all seiner Taten selber zu ergründen - denn es gibt nichts über die Selbsterfahrung.
 
Der innere Mensch gibt also den Ausschlag, wo Gott regieren kann.
Denn nur wo ein Mensch das sich wünscht, das Gott in sein Leben tritt, da kann Gott auch was machen.
Denn Liebe drängt sich nicht auf - und Gott ist Liebe.
Wenn der innere Mensch also sich nach Gott sehnt, da kann und will Gott auch etwas tun.
 
Die Bibel sagt, das die ersten beiden Menschen regelrechten Austausch mit Gott hatten.
Sie sagt, das jeden Abend Gott durch den Garten wandelte um mit den Menschen zu reden.
Einfach so, austauschen, fragen ob man noch was braucht - Gottesbeziehung eben.
Gott wünscht sich also nicht eine absolute Hingabe des Menschen.
Er wünscht sich Liebesbeziehung mit den Menschen.
Ohne aber sich aufzudrängen.
Aber wohlwissend, das es das beste für den Menschen wäre, wenn man seine Nähe sucht.
Das ist nun mal die Natur des Menschen.
Wir sind abhängig von Gott, so wie wir von Wasser, Sonne und Sauerstoff abhängig sind.
 
Ich weiß nicht ob das Paradies im Himmel oder auf Erden war - auf jeden Fall hatte der Mensch in seinen Anfängen Gottesbeziehung.
Und das ist das, was Gott eigentlich jeden Menschen wünscht - die Gottesbeziehung - sich von Gott beherrschen zu lassen, gemäß all dem, was Gott gutes für einen Menschen im Sinn hat.
 
Das ist auch schon Gottes Reich.
Gottes Reich ist überall dort, wo ein Mensch ist, der sich von ihm regieren lassen möchte.
Denn Gottes Reich funktioniert nur mit einem bereitem Herzen, welches für seinen Schöpfer schlägt.
Zumindest glaube ich, das Gott sich das so wünscht - denn zwingen will er niemanden.
 
Denn das ist das, was der Mensch in Eden verloren hatte - lebendige Gottesbeziehung - wir werden also alle als Atheisten geboren, auch wenn unser Unterbewusstsein sich immer noch nach etwas Besserem sehnt, weil es vielleicht noch Gottes Wiege kennt.
Gott will Anteilnahme an deinen Leben, denn er will niemanden hängen lassen - aber leider gibt es diese "Schlangen" die einen einreden, es mal ohne dem Lebendgeber zu versuchen.
 
Hier in den Anfängen in Eden wird deutlich, was Gott eigentlich unter seinem Reich versteht.
Er will den Menschen in allen Dingen dienen.
Er will Beziehung zum Menschen.
 
Das ist "Gottes Reich" - denn es kann nur aus Menschen bestehen, welche ohne Zwang, aus Liebe zu Gott eine Beziehung zu ihm eingehen möchten.
Denn dieser Gott will die Ewigkeit mit uns verbringen.
Aber auch nur, bei denen die wollen.
 
Es geht also nicht um "ewiges Leben" an sich.
Es geht auch nicht um einen schönen Garten, den man Erden-weit ausbauen soll.
Es geht auch nicht um Unvollkommenheit, die verloren wurde - nein, denn mangelde Gottesbeziehung ist das, was uns unvollkommen macht - viel mehr braucht der Mensch Gottesbeziehung um vollständig zu sein, da er nur so gemäß seiner Natur lebt.
Und aus dieser Liebesbeziehung an sich kommt erst das wirkliche Leben.
 
Gottes Reich kann also nur so groß sein, wie Gottes Platz in den Herzen der Menschen.
 
Wenn man nun folgende Bibelverse nimmt, lade ich den Leser nun dazu ein, statt "Königreich" oder statt "Gottes Reich", viel mehr "Gottesherrschaft" zu lesen, dies im liebevollen Sinne, wie ein liebender Vater es sich für seine Kinder wünscht, der in Beziehung mit uns leben möchte.
Denn ich glaube nicht, das Jesus ein zukünftiges Bild im Kopf hatte, was seine zukünftige Regierung über die Erde betrifft.
Diese Gottesherrschaft, mit Jesu sanftem Joch im Sinn, beginnt schon heute bei jeden, der bereits in Gottesbeziehung lebt.
Einige der folgenden Verse wären auch unlogisch zu verstehen, wenn man nur ein zukünftiges Bild im Sinn hätte.
 
Matthäus 6: "
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat."
 
 
Hier kann man erkennen, wenn man will, das dieses Königreich, oder besser das Trachten nach diesem, zu einer Grundversorgung seitens Gott führen kann. Dies schon im hier und jetzt. Ohne das zukünftige Kommen des himmlischen Jeruslems im Sinn zu halten. Gott will hier und heute unser Gott sein und uns versorgen - das setzt voraus das man sich diese liebevolle Herrschaft wünscht. Daher ein "Trachten" - etwas, was man bemüht ist zu erhalten und zu bewahren. Würde hier nur vom kommenden Reich Gottes die Rede sein, dann könnte man dieses weder erhlten moch bewahren, da es ja ein Bild der Zukunft ist - Gottesbeziehung aber, die Gottesherrschaft in meinen Leben, "Gottes Reich", kann ich jetzt schon haben.
 
Wie kann man das erhalten?
Im folgenden Vers, wo Jesus den Pharisäern antwortet, gibt es einen Hinweis - Matthäus 12,28:
 
 
"Wenn ich aber die bösen Geister durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen."
 
Gottes Reich wäre also schon gekommen. Wie? Durch den Geist Gottes, den Jesus in sich hatte.
Gottesbeziehung zu pflegen ist also dank heiligem Geist möglich - das war schon in Eden so, in Zeiten des alten Bundes, wo es bereits viele Propheten gab, Bekannte und Unbekannte, durch die dieser Geist gesprochen hatte.
 
Jesus antwortete aber auch so, weil er vielleicht das Wunschdenken der damals lebenden im Sinn hatte, die sich ja den Messias wünschten - sie hofften auf ein buchstäbliches Reich.
Jesus lebte jedoch vor, das bereits existente Gottesbeziehung, die Jesus zu seinen himmlischen Vater zweifelos hatte, ihn zu dieser Tat verhalf. Gottesherrschaft war in seinem Herzen und diese Liebesbeziehung zu seinem Vater ließ ihn Dinge tun, was auch immer an Gutem der Vater für den Menschen im Sinn hatte.
Diese Gotesbeziehung wünscht sich, so glaube ich heute, Gott mit jeden Menschen.
 
 
(In Arbeit)