8.6. Thema Atheismus:
 
 
Die persönliche Annahme des Atheismus kann auch aus einem Überblick über dem was auf dem religiösen Sektor so alles geglaubt wird entstehen – gar keine Frage.
Das es Dinge geben wird die jemanden in einer Religion abschrecken können ist absolut nachvollziehbar.
 
Atheismus kann aber auch eine Folge der Suggestibilität sein.
 
Beim „neuen Atheismus“ wird nicht minder manipulativ vorgegangen, wie in so mancher Religion.
Z.B. wird mit dem geschicktem „Appell“ an die „Vernunft“ gespielt, das es ja „unvernünftig“ sei an Gott zu glauben.
Dabei ist gerade die Vernunft ein Schlüssel zur Glaubensfindung.
Wer jedoch diesen versteckten Appell auf die eigene Eitelkeit nicht bemerkt hat - als wenn der Vernunft nur dieser eine Zweck zustehen würde, nicht an Gott zu glauben - der ist dann lieber „vernünftig“ und glaubt nicht an Gott.
 
Dabei ist er auf eine billige Suggestion hineingefallen (man will ja nicht als vernunftloses Wesen abgestempelt werden, Appell an das Grundbedürfnis akzeptiert zu werden...), wo aufgrund einer Eitelkeit lieber eine Ansicht übernommen wird, bevor man als „blöd“ da steht.
 
Anderes Beispiel:
„Der Mensch hat Gott erfunden und betet ihn nun an...“.
 
Dieser Satz vermittelt mir den Gedanken, wie naive Naturvölker zu ihren Göttern gelangt sind, wo berechtigte Zweifel zwischen der Entstehung von Naturphänomenen und dem Ursprung seines Gottes vorhanden sind – Beispiele: Thor der Donnergott, Ra der Sonnengott usw.
 
Die Wissenschaft hat längst dazu beigetragen, dass gewisse Phänomene ohne Gott erklärbar sind und wie naiv demnach einige Religionen sind – man argumentiert hier dann auch, das, nur weil bestimmte Dinge erklärbar sind, das dies auf alles zutreffen könnte.
Irgendwann sei man dann so weit, alles ohne Gott erklären zu können.
 
Was bei einigen Religionen also berechtigter weise der Fall ist, wird dann jedoch, argumentativ zumindest, auf alle Religionen übertragen, obwohl alle Religionen und Glaubenszweige kaum mit den Naturgöttern gleichgestellt werden sollten – wer dennoch so vorgeht, dem fehlen vernünftige Sichtweisen/Unvermögen Dinge differenziert zu betrachten und eine Übersicht über die Entstehungsgeschichten der meisten Religionen.
Jedoch sollen damit alle Religionen als gleich naiv abgestempelt werden wie sie einst in primitiven Kulturen gepflegt wurden.
 
Naiv ist jedoch bestenfalls diese Vorgehensweise, alle über einen Kamm scheren zu wollen, was gar nicht gehen kann:
Denn die gesamten Unterschiede sind aufgrund von genauso verschiedenartigen Überlegungen ausgegangen und müssten alle für sich betrachtet werden – der leicht beeinflussbare Mensch jedoch wird sich schnell dazu verleiten lassen, alles als gleich naiv aufzustempeln.
Wieso?
Weil es andere Menschen wollten, das er das macht, deshalb.
 
Es verhält sich so, dass nicht einfach ein Wesen erfunden wird, wenn man an Gott glaubt und ihn anbetet, wenn man nur mal das Christentum nimmt.
Es geht nicht um eine Erfindung, wie ein Fabelwesen oder Spaghettimonster.
Es geht um die Tatsache der eigenen Existenz, welche nachweislich nicht durch die Abiogenese ins dasein gekommen sein kann – die Abiogenese ist nun mal ein nicht nach zu weisender Punkt.
Wissenschaftler sagen hier ja selber, das die Gesamtumstände wie es zur Abiogenese kam, nicht nachgestellt werden können, weil man gar nicht mal eine Theorie aufzustellen vermag, wie das ganze funktioniert haben soll.
 
Ich finde man sollte erst einmal diesen Knackpunkt lösen, selber Leben aus toter Materie entstehen lassen, welches in der Lage ist sich zu reproduzieren und sich weiter zu entwickeln und sich anzupassen – vorher macht es nun mal, für mich zumindest, nun mal keinen Sinn über eine Nichtexistenz Gottes überhaupt auch nur ansatzweise nachzudenken...
 
Leider ist das nicht hier das Thema, aber ich würde gerne zwei Bücher nur mit Beispielen füllen wie im Atheismus ebenso manipulativ vorgegangen wird, rhetorisch geschickt ohne Frage, wenn auch anders als wie in der religiösen Vereinnahmung.
 
Einmal mit den postulierenden Vorgehensweisen aus der Wissenschaft (nichts gegen die Evolutionstheorie, sondern z.B. der  argumentativen Verdrängung der „Abiogenese“ aus dieser, obwohl sie ein Teilgebiet davon ist, die Willkür wo man mit einer einzigen Mikroevolution die gesamte Entwicklungsgeschichte „postuliert“ - beobachtbares wird auf eine Entwicklung zirkuliert, obwohl entgegen den wissenschaftlichen Vorgehensweisen keine Beweise für die aufgestellten Hypothesen aufgestellt sind usw.) und eins mit Beispielen wie suggestiv und spitzfindig
(manchmal sogar polemisch) auch wieder mit der Sprache gespielt wird.
Der Atheismus hat seine eigene Propagande.
 
Dann vielleicht noch ein Buch zur Verdeutlichung, wie Bibelkritiker zwar berechtigte Punkte ankreiden mögen, aber wieso diese Punkte kaum einen Einfluss auf die Glaubensinhalte an sich haben können (bestenfalls kreiden sie den Bibelfundamentalismus an) – die Kunst der Exegese nach historisch kritischen Vorgehensweisen sind nun mal den Bibelkritikern nicht geläufig und muss hier mal klar betont werden – auch deren Unverständnis über die Heilslehre auf metaphysischer Ebene ist markant und dementsprechend werden Bibelpassagen in deren Sinn umgedeutet – nicht besser wie es der „Sklave“ macht, aber eben auf deren Art – eben fernab vernünftiger Bibelauslegung.
 
 
Darüber, wo man sich dann als Empfänger dieser Ansichten noch keine eigene Meinung gebildet hat, oder offen für neues ist weil man aufgrund einer derben Enttäuschung sich von einer Ansicht differenziert hat, und dann aber geprägt wird, wird dann gemäß dem Gesetz der Prägung beibehalten - diese biologischen Tatsachen greifen auch hier.
 
Der Aussteiger hat zwar dann eine neue Prägung, aber er ist immer noch nicht seelisch geheilt, noch hat er gelernt auf sein Herz zu hören...
 
Ein Baum wächst nun mal nur so, wie es der Boden hergibt... aber auch nur so, wie man sich selber behandelt.
 
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An dieser Stelle sei folgender Link interessant (für mich zumindest) - eine Aufgliederung an Abstufungen von Atheisten und Gläubigen wenn es um das Thema Evolution geht und wieso diese keine Thematik für Gläubige sein muss:
 
 
 
Zuletzt bearbeitet am 18.08.2014