7.8.8. Informationsmanipulation: „Dreieinigkeit ist unbiblisch“
 
 
Ich kann es nachvollziehen, wenn jemand sich an dem Wort Dreieinigkeit stört - es steht nun mal nicht wortwörtlich in irgendeiner Bibelübersetzung.
 
Wer das Wirken Gottes anhand der Bibel betrachtet, der wird jedoch um Jesus, seinen Vater und den heiligen Geist nicht „drum herum“ kommen.
Gott, der „himmlische Vater“ hat gemäß dieser Vorlage sich dazu entschlossen, allein durch Jesus zu interagieren, sowie durch deren gemeinsamen „heiligen“ Geist.
Das diese als eine Einheit, eine Gottheit interagieren, weil alle dran Beteiligten nichts dagegen zu haben scheinen, so ist das wohl die Natur Gottes, die der Gläubige aus der Bibel entnehmen darf und kann.
Der Begriff „Gottheit“ ist hier wie der Begriff „Menschheit“ zu verstehen, wo alle Wesen der gleichen Art in einem Begriff genannt
werden.
 
Das Problem des „Sklaven“ ist jedoch, das er behauptet, die Dreieinigkeit seine eine Mixtur aus drei Personen, die sich in einer Person wieder finden, weil es nur einen Gott als Person gibt – es ist auf ihre geförderten Prägung das Gott nur in der Person „Jehova“ zu sehen ist zu entnehmen, womit allein auf das alttestamentliche Bild zurückgegriffen wird.
 
Die Bibel selber vermengt jedoch nicht die Personen, sondern zeigt vielmehr, dass beide miteinander interagieren, dies durch heiligen Geist.
Die Einheit findet auf der unsichtbaren Ebene statt, wie bei einen Liebespaar, aber nicht durch eine Vermengung der Geistwesen.
Das Wirken Gottes äußert sich in der Antwort nach der Frage:
Was macht den christlichen Gott eigentlich zu den christlichen Gott, so das man wiederum um die Interaktion zwischen Vater und Sohn nicht drum herum kommt – das christliche Bild des Wesen Gottes existiert nur, weil Vater und Sohn miteinander das „Gott-sein“ als eine „Gottheit“ ausleben möchten.
Der „Sklave“ erzeugt jedoch bewusst das Missverständnis zwischen Gott, und die Personen die sich am Gott-sein beteiligen, indem er es so darstellt, als wäre Jesus und der Vater angeblich dieselbe Person, z.B. indem betont wird, das Jesus sich ja nicht selber auferweckt habe, oder nicht zu sich selber gebetet habe – tatsächlich behaupten das nur die ZJ, weil der Sklave nicht gezielt das Wesen Gottes, so wie er als Gott agieren will, für sich betrachtet.
 
Hier wollte ich nur auf das bewusst erzeugte Missverständnis des Sklaven hinweisen, das die Behauptung, Jesus und der Vater sei dieselbe Person, ganz einfach eine bewusst inszenierte Falschmeldung ist, um noch einen weiteren Aspekt der „falschen Christen“ anzukreiden.
 
Wer als Christ das Wesen Gottes nicht verstehen kann, oder als Außenstehender das Zusammenspiel zwischen Jesus und seinen Vater nicht als das Wirken einer Gottheit verstehen kann, dann kann ich das gut nachvollziehen.
Was anderes ist es jedoch, wenn man bewusst einen Missverstand als feste Regel vorhält, so wie es der „Sklave“ vollzieht:
 
 
„Zu wem betete er [Jesus], wenn nicht zu jemand, der über ihm stand? Jesus hat sich auch nicht selbst auferweckt, sondern Gott tat es“ – WT 15.05.2002, S. 6.
 
 
Was dann also „nicht verstanden wird“, kann dann bei den ZJ als „Irrlehre“ breitgetreten werden:
 
 
„Wie die Versammlungen im Jahre 96 u. Z. auf die Botschaften Jesu reagierten, wissen wir nicht. Wir wissen aber, daß der Abfall nach dem Tod des Johannes rasch um sich griff. „Christen“ hörten auf, den Namen Jehova zu gebrauchen, und in Bibelhandschriften ersetzte man ihn durch „Herr“ oder „Gott“. Bis zum vierten Jahrhundert war die Irrlehre von der Dreieinigkeit (Trinität) in die Versammlungen eingedrungen.“
- WTG- „Offenbarungsbuch“, S. 30.
 
 
Es wird daher auch als bewusst irreführende Lehre des Teufels dargestellt.
 
 
„Worum handelt es sich also bei der Lehre von der Dreieinigkeit? Es handelt sich in Wirklichkeit um eine heidnische Lehre, die als eine christliche ausgegeben wird. Sie wurde von Satan, dem Teufel, gefördert, um Menschen irrezuführen und Gott als etwas Verwirrendes und Geheimnisvolles darzustellen.“  – WT 01.08.1992.
 
 
Hier also einerseits der Hinweis des gezielt geschürten Missverständnis, sowie der bewussten Unterstellung, dass andere Christen einer vom Teufel geförderten Lehre nachgehen würden.
Jedoch sollte man sich die Frage stellen, ob es berechtigt ist, wenn man etwas nicht nachvollziehen kann, ob man diese deswegen eines „falschen Glaubens“ ankreiden sollte.
Wie sich noch zeigen wird, kannten die ersten Christen dieses Gottesbild jedoch schon sehr gut, nur nannten sie nicht Dreieinigkeit.
Im alltäglichen Gebrauch des Christen würde man Gott auch nicht so benennen wollen.
 
Das die Dreieinigkeit (3E), das Zusammenspiel von Vater, Sohn und Geist, nun mal dem biblischen Bild entspringt, dem kann man nicht leugnen – selbst ein ZJ würde dem zustimmen.
Doch der Sklave legt Wert darauf die Bibelverse, welche pro 3E sprechen zu negieren, dies mit den benannten Schwerpunkt, das die Dreieinigkeit angeblich 3 Personen in einer wären.
Auch wird das christliche Glaubensbekenntnis nur scheinbar biblisch widerlegt, weil man sich auch hier auf Bibelverse begrenzt, welche etwas einseitig darstellen und die Chronologie, die man der Figur Jesu zuschreibt, nicht mit einbezieht, sondern aus dem Zusammenhang nimmt um es im Zusammenhang der eigenen Hermeneutik einzuordnen.
 
 
 
Zuletzt bearbeitet am 18.08.2014