7.8.6. Informationsmanipulation: „Blut ist heilig, denn Blut symbolisiert das Leben“
 
 
„Bedeutet die Seele nicht mehr als die Speise und der Leib [mehr] als die Kleidung?“
 
- Math. 6:25 „NWÜ“. -
 
 
 
Hört man immer wieder:
ZJ lehnen eine Vollbluttransfusion ab.
 
Ob jemand Teilfragmente der Blutsubstanz zu sich nehmen möcht ist aktuell seitens des „Sklaven“ dagegen eine Gewissensentscheidung.
 
Beim „Blutverbot“ der ZJ hält der „Sklave“ in Anlehnung des Verbotes Blut eines Tieres mitzuessen Apostelgeschichte 15, 28-29 vor, wo der damalige Christ angewiesen wurde sich des Blutes zu enthalten, und nimmt dies als Grundlage um auch Bluttransfusionen (vom Menschen) als ein Verbot von Gott darzustellen, neben dem Essen von (Tier-)Blut.
Klar ist aber eigentlich, dass damit nur zweiteres gemeint sein konnte.
 
Die damalige menschliche Gesellschaft, lange Zeiten vor dem Christentum, war eine andere als die unsere.
Der Mensch hatte durch die Herrschaft Nimrods im Nachhinein eine Art Blutgier entwickelt, was sich in einer Jagd aus Freude am Töten äußerte – die Ausstellung im Pergamon-Museum in Berlin verschafft da hinweisende, wenn auch nicht schöne Einblicke.
Genauso wie andere jüdische Quellen diesen Nimrod als „Jäger gegen Mensch und Tier“ beschreiben.
 
Damals hatte der Jäger eine heldenhafte Stellung in der menschlichen Gemeinschaft und Nimrod war ihr Heerführer.
Um diesen Trend des sinnlosen Abschlachtens der Tiere entgegenzuwirken, sollte der Hebräer sich der Tötung eines Tieres vergegenwärtigen, indem er dem Leben der Tiere eine gewisse Heiligkeit zusprechen sollte, was man sich durch das Ausgießen des Tierblutes zur Erde hin äußerte – dabei war das Blut das, was als das von Gott gewählte Symbol für Leben (man hätte auch das Herz als Symbol nehmen können) dargestellt wurde.
Hier muss man sich vergegenwärtigen, dass es sich hierbei nur um Tierblut handelte sowie nur um eine damalige Speisevorschrift.
 
Das Leben eines Menschen wurde im mosaischen Gesetz dagegen eine höhere Heiligkeit als den Tieren zugeschrieben was sich z.B. in dem Verbot äußerte sich nicht mit Tieren sexuell zu erniedrigen.
Wenn man die Bibel sprechen lässt, dann war das Leben an sich heilig, nicht das Blut das es symbolisierte, was der „Sklave“ aber missdeutet:
 
„Besprechen wir nun die dritte Anforderung, die Gott an uns stellt. Wir müssen Ehrfurcht vor dem Leben und dem Blut beweisen. Das Leben ist für Jehova heilig. Das sollte man auch erwarten, denn er ist der Quell des Lebens (Psalm 36:9). Das Blut stellt das Leben dar. Deshalb ist es in Gottes Augen ebenfalls heilig (3.Mose 17:14). Es sollte uns eigentlich nicht überraschen, daß Gott von uns erwartet, Leben und Blut genauso zu betrachten wie er.“ – WT 15.01.1997, S. 21
 
 
Wenn es aber schon so ausgelegt wird, das aber das Leben eines Menschen „heilig“ ist, wieso sollte dann das Symbol für Leben, das Blut, dann doch heiliger sein als das Leben selber?
Wieso erachtet man dann den Erhalt des „heiligen Lebens“ nicht ebenso als heilig?
Was verrät dies über die angebliche Achtung des „heiligen Lebens“ seitens des „Sklaven“?
 
Man muss doch klar feststellen, dass die Apostel zu biblischen Zeiten von dieser medizinischen Möglichkeit, das Erhalten des „heiligen Lebens“ durch Bluttransfusionen, in ferner Zukunft nichts wissen konnten.
 
 
 
Was ist von eigentlicher Bedeutung: Die Ehe, der „Bund fürs Leben“ oder der Ehering der diese Verbindung lediglich symbolisiert?" - R.Franz -
 
 
Wenn Blut also das „heilige“ Leben retten könnte, wird dennoch seitens des Sklaven das Verbot ausgesprochen, weil es ja einer, kein Witz, „intravenösen“ Zunahme von Alkohol gleich kommt:
 
 
„Wenn ein Krankenhauspatient keine Nahrung durch den Mund aufnehmen kann, wird er intravenös ernährt. Würde nun jemand, der zwar kein Blut in den Mund nimmt, sich aber eine Bluttransfusion geben läßt, wirklich dem Gebot, ‘sich von Blut zu enthalten’, gehorchen? (Apg. 15:29). Wie verhält es sich zum Beispiel mit jemandem, dem der Arzt dringend geraten hat, sich des Alkohols zu enthalten? Würde er den Rat
befolgen, wenn er zwar aufhören würde, Alkohol zu trinken, ihn sich aber statt dessen direkt in die Venen spritzen würde?“ –„Unterredungsbuch“, S. 77.
 
 
Man muss also festhalten, dass dem „Sklaven“ das Retten vom heiligen Menschenlebens, was das intravenöse zuführen von Blut nun mal bedeuten kann, ungefähr so viel von Wert ist, das er diese Möglichkeit mit dem intravenösen zuführen von Alkohol bei einem Alkoholiker gleichstellt – wenn sie noch einen anderen Rückschluss für dieses Zitat aus dem „Unterredungsbuch“ ergründen können, dann dürfen Sie ihn mir gerne zusenden...
 
 
 
 
 
Zuletzt bearbeitet am 18.08.2014