7.8.4. Informationsmanipulation: „Geburtstage sind nicht Gott wohlgefällig. Sie sind heidnisch, Götzendienst und Satansanbetung."
 
 
 
 
Kein Christ verfolgt die Anbetung eines heidnischen Gottes, nur weil er seinen Geburtstag feiert.
Ich kenne Christen, die ehren und schreiben ihren Dank für das geschenkte Leben allein Gott zu – dies an ihren Geburtstagen.
Ein Geburtstag ist ein schöner Anlass dazu (vergleiche 1.Korinther 10, 31).
 
 
 
 
Foto von "johndoeforty1"  -  Quelle: www.piqs.de
 
 
 
 
Auch wird nicht der Mensch vergöttert, wenn man einen Geburtstag feiert, in dem Sinne dass der Mensch angebetet wird.
Menschen dürfen oder sollten sogar geehrt werden (vergleiche hierzu Epheser 6, 2 oder 1.Petrus 3, 7).
Aber nicht angebetet werden.
 
Als Christ darf man Gott danken, dass er diesen Menschen gemacht hat und daher wird er gefeiert, gerade weil Gott ihn ganz besonders gemacht hat – ist zumindest meine Sicht.
 
Es wird ihm ein Wert zugeschrieben, weil Gott selber diesen Menschen einen Wert zuschreibt, sonst wäre er nicht der einzigartige Mensch der er ist.
Es ist zwar richtig das die damaligen Juden keine Geburtstage beachtet haben, sowie die ersten Christen ebenso wenig – die damalige Sicht war eine damals notwendige Differenzierung zu anderen Religionen.
 
Tatsächlich wird jedoch das Feiern von Geburtstagen nirgendwo in der Bibel verboten, obschon im AT ein solcher erwähnt wird, genauso wie im NT.
 
Der „Sklave“ lässt m.E. Geburtstage deshalb verbieten, weil er seine Mitglieder nur in dem auferlegten Selbstwertgefühl bestehen lassen möchte, das durch aktive Teilnahme als „Prediger des Wortes“ im Sinne der WT-Doktrinen aufkommt.
Andere Wege um das Selbstwertgefühl zu steigern sind einen ZJ nicht gestattet, da darf man einen längst vergessenen Aberglauben ruhig wieder aufleben lassen...
 
Für folgende Begründungen des „Sklaven“ gibt es also keine Basis als allein den Aberglauben:
 
 
„Jesu Jünger hätten seinen Geburtstag nicht einmal gefeiert, wenn sie das genaue Datum gewusst hätten. Warum nicht? Wie es in einer Enzyklopädie heißt, betrachteten die ersten Christen „das Feiern von Geburtstagen als heidnischen Brauch“ (The World Book Encyclopedia). Die einzigen in der Bibel erwähnten Geburtstagsfeiern wurden für zwei Herrscher veranstaltet, die Jehova nicht anbeteten (1. Mose 40:20; Markus 6:21). Auch zu Ehren heidnischer Gottheiten wurden Geburtstage gefeiert. Am 24. Mai zum Beispiel feierten die Römer den Geburtstag der Göttin Diana und einen Tag später den des Sonnengottes Apollo. Geburtstagsfeiern verband man also damals nicht mit dem Christentum, sondern mit dem Heidentum. Die Christen im 1. Jahrhundert hätten Jesu Geburtstag noch aus einem anderen Grund nicht gefeiert. Jesu Jünger wussten wahrscheinlich, dass Geburtstagsfeiern mit Aberglauben zu tun hatten. Viele Griechen und Römer in alter Zeit glaubten zum Beispiel, bei der Geburt jedes Menschen sei ein Geist zugegen, der den Betreffenden das ganze Leben lang beschütze. In einem Buch heißt es dazu: „Es bestand eine mystische Beziehung zwischen diesem Geist und dem Gott, an dessen Geburtstag der Betreffende geboren wurde...“
- „Was lehrt die Bibel wirklich?“, S.157.
 
 
Gerade weil man Aberglaube als solchen zu erkennen weiß, sowie der Tatsache das man an seinen Geburtstag den Gott danken darf den man möchte, spricht für sich noch die bereits erwähnte Tatsache, das die Bibel das Feiern von Geburtstagen nicht verbietet – weder im mosaischen Gesetz, noch durch ein Wort Jesu - darf ein Christ seinen Geburtstag feiern, da er an diesen Tag letztlich seinen Gott feiert... und auch wenn man es ohne Gott im Sinn macht, darf man das.
Denn jeder Mensch ist es wert, das man ihn feiert.
 
 
 
 

Zuletzt bearbeitet am 18.08.2014