7.8.3. Informationsmanipulation: Ostern

 
 
7.8.3. Informationsmanipulation: „Ostern ist heidnisch, denn es ist ein von der Göttin Ostara abgeleitetes Fest“
 
 
Der Begriff „Ostern“ kommt von seiner Bedeutung her vom Begriff „Ost“ - der Himmelsrichtung der biblischen Morgenröte als dem Zeitpunkt wo Jesu Auferstehung entdeckt wurde (vergleiche Markus 16, 2).
Der Begriff Ostern ist der Hinweis auf diesen Zeitpunkt, wo Jesu Grab leer vorgefunden wurde.
Deswegen befinden wir uns in der so genannten „nach- österlichen“ Zeit.
 
Diese Begriffserklärung ist nur eine von weiteren und kam mir persönlich als die plausibelste vor.
Es gibt noch weitere die ich aber nicht alle hier aufliste, weil auf diese selbst der „Sklave“ keinen Bezug nimmt.
 
Eine Erklärung für den Namen dieses Festes, welche der „Sklave“ sogar als Vorwand nimmt seine Anhänger es nicht feiern zu lassen, ist:
Da ist diese heidnische Göttin „Ostara“ mit ihrem eigenen Kult ...
was jedoch gar nicht mal eine heidnische Göttin war, zumindest was nie nachgewiesen werden konnte und deren Existenz oder Anbetung nie von Gelehrten bestätigt wurde.
Dies musste schon seinerzeit der Philologe Jacob Grimm (1785-1863) feststellen, als er bei seiner Untersuchung des Ursprungs für den Begriff „Ostern“ auf die Behauptung eines Mönches aus dem 7.JH. stieß, die aber an sich keinerlei Grundlage hatte, als allein die mögliche Fiktion des Mönches einer heidnischen Göttin.
 
Das Osterfest selber wird schon seid dem Jahre 350 erwähnt.
Die biblischen Inhalte für das Osterfest bilden der Tod und die Auferstehung Jesu Christi.
Es ist genauso wie Weihnachten ein Teil des Kirchenjahres, mit der die Kirchen ihre Gläubigen an die Hauptlehren des christlichen Glaubens erinnern möchte.
Es gibt eigentlich keinen Grund etwas als „unbiblisch“ oder „heidnisch“ zu kritisieren, wenn eine Kirche an etwas erinnern möchte, was die Bibel selber als „Erinnerung“ festgehalten hat – es sei denn man hat etwas dagegen, was die Bibel sagt, was auf einen ZJ, der ja eigentlich auch meint an die Bibel zu glauben, eigentlich nicht zutreffen sollte.
 
Erst seid dem 17.JH. traten dann Accessoires wie die „Ostereier“ auf, welche aber als Symbol für die aus der Auferstehung Jesu resultierenden Hoffnung stehen sollen - jedes Ei steht für die ermöglichte Wiedergeburt eines einzelnen Christen.
 
 
 
 
 
 
Foto von "Naliha"  -  Quelle: www.piqs.de
 
 
 
 
 
Ein Christ denkt dabei eher weniger an ein Fruchtbarkeitsritus, so wie untenstehend der „Sklave“ es gerne darstellen will.
Genauso wird der Hase als Leib Christi verstanden, ähnlich wie das Passahlamm ein Hinweis auf Jesu Leib war.
Richtig ist zwar, dass der Hase auch als Fruchtbarkeitssymbol stand, jedoch nicht im Christentum (darüber wüsste die Bibel zu berichten).
 
Die Kunst etwas differenziert zu betrachten:
 
Es kommt immer drauf an, welche Bedeutung man persönlich hineinlegt, aber nicht, was es vor vielen Jahrhunderten einmal jemand anderen bedeutete.
Denn nur weil es Eier und Hasen im Osterfest gibt, bleiben selbst für einen Zeugen jehovas, die biblischen Inhalte genauso konsistent, als wie für einen allgemeinen Christen.
Ich vermute mal das es heidnische Priester gab, die während ihrer Anbetung geatmet hatten, aber deswegen höre ich nicht auf zu atmen.
 
Auf die eigene, neue Bedeutung kommt es also an, was auch noch am Beispiel „Kreuz“ verdeutlicht wird.
Wenn man alles „heidnische“ abschaffen würde, dann dürfte der „Donnerstag“ nicht „Donnerstag“ heißen, weil dieser Name den nordischen Gott „Donar“ ehrt.
Genauso wie „Freitag“ der germanischen Ase Freyja gewidmet ist, oder Januar den römisch/keltischen Gott „Janus“.
Jedoch ist es so, dass diese Namen selbst von einen Zeugen Jehovas akzeptiert werden, obschon es sich um Zeitabschnitte „zur Ehre heidnischer Götter“ handelt – natürlich ist das heute nicht mehr der Fall, das dem Donnerstag dem Donar gehuldigt wird.
 
Dem würde jeder ZJ zustimmen, ganz einfach weil hier eine gesellschaftliche Differenzierung vorliegt – aber wieso dann bitte nicht auch bei den anderen „heidnischen Ursprüngen“?
Genauso wenig frönt man mit bunten Eiern, zur Osterzeit den Fruchtbarkeitsritus – wo der ZJ nicht mehr zustimmen würde.
 
Für die einen ist also ein buntes Ei einfach ein buntes Ei, für den anderen ein Symbol der Auferstehung Jesu – für den abergläubischen Zeugen Jehovas ist es noch ein Symbol für einen längst vergessenen Fruchtbarkeitskult, weil es früher vielleicht einmal in einer anderen Kultur so war...
 
Wenn man sich jedoch zu einer differenzierten Sichtweise entscheidet, dann gibt es auch keinen Aberglauben mehr.
 
Sinnvolle Grundlagen für folgende Behauptungen des „Sklaven“ fehlen also:
 
 
„Ostern. In der Encyclopædia Britannica wird erklärt: „Im Neuen Testament und in den Schriften der apostolischen Väter deutet nichts auf die Beobachtung des Osterfestes hin.“ Wie nahm Ostern seinen Anfang? Es hat seine Wurzeln in heidnischen Kulten. Dieser Feiertag soll zwar der Auferstehung Jesu gelten, aber das Brauchtum der Osterzeit ist nicht christlich. Nehmen wir als Beispiel den allseits bekannten „Osterhasen“. Die Catholic Encyclopedia schreibt: „Der Hase ist ein heidnisches Symbol und ist schon immer ein Sinnbild der Fruchtbarkeit gewesen.“ – „Was  lehrt die Bibel wirklich?“, S. 222.
 
 
Hier wird den Zeugen Jehovas verschwiegen, das der "Osterhase" erst über tausend Jahre später einen Einzug in das Osterfest Einzug erhielt, dies auch aus der damaligen Armut heraus. Damals zu Ostern konnte man sich nicht immer Lammfleisch leisten - also gab es Hase. Dies immer als Synonym für den Leib Christi - doch auch diese Infos werden den Zeugen Jehovas vorenthalten. 
 
„OSTERN: VERKAPPTER FRUCHTBARKEITSKULT Auch Ostern, das als Fest der Auferstehung Christi deklariert wird, hat seine Wurzeln in der falschen Religion. Das fängt schon mit dem Namen an. „Ostern“ ist mit Eostre oder Ostara in Verbindung gebracht worden, einer angelsächsischen Göttin der Morgenröte und des Frühlings. Und was hat es mit den Hasen und den Eiern auf sich? Laut dem Lexikon für Theologie und Kirche wird das Ei als ein „Sinnbild der Auferstehung“ und „des keimenden Lebens“ gesehen, und der Hase gilt schon seit Langem als Symbol der Fruchtbarkeit. Ostern ist also in Wirklichkeit ein Fruchtbarkeitsritus — schlecht getarnt als Fest der Auferstehung
Christi. Kann Jehova es akzeptieren, dass man die Auferstehung seines Sohnes mit einem widerlichen Fruchtbarkeitsritus feiert? Auf keinen Fall! (2. Korinther 6:17, 18). Zumal er uns in der Bibel ja weder geboten noch erlaubt hat, die Auferstehung Jesu überhaupt zu feiern. Geschieht das dann auch noch unter dem Namen Ostern, ist das ein doppelter Treuebruch!“ „Gottes Liebe Buch“, S. 152.
 
 
Wie schon gesagt, kamen diese Bräuche ja erst Jahrhunderte später zum Osterfest dazu – gäbe es ZJ schon seid 500 Jahren, dann gäbe es keinen Grund Ostern als Gedenkfeier zu kritisieren, als was es eigentlich schon immer stand:
 
Das Gedenken der Gnade Gottes durch den Tod und der Auferstehung Jesu Christi.
 
Und wenn der „Sklave hier anprangert, das die Bibel es ja nicht erlauben würde sich an einem Festtag der Auferstehung Jesu zu gedenken, wieso versammeln sich dann Zeugen Jehovas zu so genannten Kongressen?
 
Zumal er (Gott) uns in der Bibel ja weder geboten noch erlaubt hat“ ... Kongresse abzuhalten...
 
„Durch die Festtage in Israel wurde das Volk in der Anbetung vereint. Genauso sind Kongresse heute für uns religiöse Feiertage, durch die wir im Glauben gefestigt und motiviert werden.“ –  „Königsreichsdienst“ 12/2008, S.5.
 
 
Wenn Zeugen Jehovas etwas sich erlauben, obwohl Gott „in der Bibel ja weder geboten noch erlaubt hat“ Kongresse anzuhalten, warum dürfen andere dann nicht auch Jesu Tod und Auferstehung gedenken?
Durch die Festtage in Israel wurde stets der Taten Jahwes gedacht, aber dem „Sklaven“ dienen sie der Vorlage für die Kongresse der ZJ - aber Kirchen dürfen sich daraus nichts ableiten. Das ist dann „falsche Anbetung“...
 
Da der allgemeine ZJ aufgrund der Lehren des „Sklaven“ sowieso nicht das Opfer Jesu für sich beansprucht (vergleiche Johannes 6, 52-59), wird er durch die Verneinung des Osterfestes innerlich noch weiter von Jesu initiierter Vorkehrung, was mit seinen Tod und seiner Auferstehung ins rollen gebracht wurde, was das Christsein eigentlich ausmachen würde, noch weiter entfernt.
 
Andere Feiertage
 
Um das Kirchenjahr zu vervollständigen müsste man hier noch das Pfingstfest anführen, welches an die Ereignisse der Ausgießung des heiligen Geistes erinnern soll und an die Nähe Gottes zu uns Menschen erinnert.
Mich erinnert es öfters auf mein Herz zu hören, weil ich glaube das Gott in mir, in meinen Herzen wohnt.
Pfingsten sollte man nicht verwechseln mit dem Erntedankfest, was die Hebräer vorher darunter verstanden.
 
Wieso solche Tage ein ZJ nicht beachtet, lässt sich kurz darin erklären, das alles was „weltlich“ ist, vom „Sklaven“ kaum gestattet werden würde.
 
 
 
Zuletzt bearbeitet am 18.08.2014