7.8.1. Informationsmanipulation: Der Name Gottes „Jehova“
 
 
Vorab:
Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn jemand den „himmlischen Vater“ mit „Jehova“ benennen möchte.
 
Da in der Allgemeinheit sich das so bis heute eingebürgert hat, habe ich persönlich auch nichts dagegen, wenn dieser als Ersatzname verstanden wird.
Klar ist, das der originale Wortlaut des Gottesnamens, so wie ihn die alten Hebräer kannten, schon vor vielen Jahrhunderten verloren gegangen ist, so dass es sich bei jeglicher Wortfindung nur um einen nicht adäquaten Ersatznamen handeln kann.
 
Hier störe ich mich also gar nicht mal an den Namen „Jehova“ selber, sondern viel mehr dem, was m.E. der „Sklave“ zusammen mit der Verwendung dieses Ersatz-Namens zu erreichen sucht – dazu dann mehr gegen Ende dieser Seite.
 
Welche Erklärungen liefert die WT-Literatur, um den Namen „Jehova“ als den Gottesnamen zu verwenden?
Kurz:
Weil dies der überlieferte deutsche Name Gottes ist (in anderen Sprachen gibt es jeweils andere Wortlaute), und mit dem „himmlischen Vater“ identisch ist.
Es gibt eben eine ganze Reihe von christlichen Bibeln, nicht die der ZJ, welche auch diesen Wortlaut als Ersatz für den Gottesnamen verwenden.
 
Meiner Meinung nach wäre es rücksichtslos, wenn man darauf bestehen würde diesen Namen abzuschaffen, welcher von den Masoreten als bewusst falsche Wortkonstruktion, als aussprechbare Alternative für JHWH erstellt wurde.
Was sich aber jedoch durch die Jahrhunderte hinweg eingebürgert hat (lange vor Zeiten der ZJ) darf m.E. ruhig so weiter verwendet werden.
Es war eine Frage der Zeit bis sich der Wortlaut „Jehova“ als irrtümlicher „echter“ Gottesname eingebürgert hatte.
 
Doch trotz des Irrtums ist da der Anspruch erhoben worden, dass nur ZJ die „wahre Religion“ ausüben, weil angeblich sie allein den Namen „Jehova“ bekannt machen, sowie das nur die „gerettet“ werden sollen, die in der Anbetung den Wortlaut „Jehova“ verwenden, was dann ja auch nur die ZJ machen, zumindest wenn man den Aussagen des „Sklaven“ glauben schenkt:
 
 
Wer die wahre Religion ausübt, betet einzig und allein Jehova an und macht Jehovas Namen bekannt. Jesus erklärte: „Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen“ (Matthäus 4:10). Gottes Diener beten daher keinen anderen als nur Jehova an. Ihre Anbetung schließt ein, den Menschen zu sagen, wie der Name des wahren Gottes lautet und was für ein Gott er ist.“ – „Was lehrt die Bibel wirklich?“, S. 146.
 
 
„Jesus wusste, dass seinem Vater sein persönlicher Name, Jehova, sehr viel bedeutet.... Wer gerettet werden möchte, muss wie Jesus den Gottesnamen gebrauchen. Außerdem wird von ihm erwartet, mit anderen über den Namen Gottes und seine Eigenschaften zu sprechen (Matthäus 28:19, 20). Tatsächlich werden nur Menschen gerettet, die Gott mit Namen anrufen (Römer 10:13).“ – WT 01.11.2008, S. 28.
 
 
Da es auch andere Christen gibt, die den himmlischen Vater „Jehova“ nennen (oder „Jahwe“), zeigt eigentlich, das diese Lehraussagen der geistlichen Führung der Zeugen Jehovas und die damit erhobenen Ansprüche falsch sind, denn dann gäbe es mehrere „wahre“ Religionen.
Die Bibelforscher z.B., jene Gruppierung von der sich die ZJ getrennt haben und die es heute noch gibt, beten heute genauso zu „Jehova“ wie die ZJ.
Auch machen sie diesen „Namen bekannt“.
Die Bibelforscher gibt es noch heute und sind immer noch aktiv.
Hier mal ein link zu einer ihrer Homepages -> http://www.imostar.com/biblestudent/og.html
 
 
 

(Eine andere Frage die dem Leser aufkommen mag, wäre hier vielleicht, wieso sich eigentlich die ZJ von den „Bibelforschern“ getrennt haben. Die Antwort ist einfach: Die „Bibelforscher“ waren nicht mit dem „Sklaven“ einverstanden, so, wie es der damalige erste Präsident der WTG es gerne als Organisation durchführen wollte.)

 
Vor einiger Zeit war Bob Cole (ein in Freikirchen bekannter „Pastor für Pastoren“ auf Europareisen) zu Gast in meiner Wahlgemeinde, der gerne den Begriff „Jahwe“ verwendete.
Und so manches Loblied verwendet diesen Namen, zum Beispiel der Gospelsong "Because of who you are" wo ich hier mal einen Link einsetze, wo der Text mit angeführt wird, falls jemand das Lied nicht mithören möchte:
 
Und selbst in mancher Dreifaltigkeits-Kirche wird das Werk von Johann Sebastian Bach gebracht, welches den Namen trägt: "Dir, dir Jehova will ich singen". 
 
Ich war also überrascht, dass der Name „Jehova“ durchaus in den angeblich „falschen Religionen“ verwendet wird, da ich immer noch die Behauptungen des „Sklaven“im Sinn hatte das die „falsche Religion“ angeblich nichts mit diesen zu tun haben wollte.
 
„Allein Jehova anzubeten“ bedeutet für einen ZJ aber auch, das Jesus angeblich nicht angebetet wurde.
Das man ganz klar diese Ansicht haben darf, wenn man auch nur selber auf diese gekommen ist, das man aufgrund dessen nur JHWH anbeten will, ist eine Sache der Glaubensfreiheit mit der ich gut leben kann.
Doch letztlich ist das eine theologische Frage, bzw. davon abhängig, in wie weit man gegebenes übernehmen kann und auch möchte.
 
Doch das sind genaugenommen Dinge über die man sich streiten könnte.
Wo emotionale Prägungen im Spiel sind, machen solche Diskussionen wenig Sinn, weswegen ich es hier unterlasse eine biblische Abhandlung zu bringen.
Im Internet gibt es darüber schon genügend Artikel.
 
Fakt ist also erst mal, das es viele Kirchen und Gemeinden gibt, die den Namen „Jehova“ schon länger kennen (und gebrauchen), als wie es ZJ gibt.
Wenn es diese anderen Kirchen nicht gegeben hätte, die den Namen „Jehova“ nicht verwendet hätten (sprich „bekannt“ gemacht haben), dann würde der „Sklave“ (und damit die ZJ), ihn heute auch nicht verwenden können.
 
Dennoch verurteilt der „Sklave“ (und damit die ZJ ebenso) die übrige Christenheit als „Abtrünnige“, weil sie angeblich den Namen „Jehova“ nicht gebrauchen würden:
 
„Die Abtrünnigen, die Jehova verwarf, waren recht viele — zwei Drittel des Landes. Nur ein Drittel wurde wie durch Feuer geläutert. In der Neuzeit ist die Christenheit, die Mehrheit derer, die Christen zu sein beanspruchen, von Jehova verworfen worden. Nur eine kleine Anzahl ‘hat den Namen Jehovas angerufen’ und sich läutern lassen: die gesalbten Christen. Sie und ihre Gefährten sind weit mehr als nur dem Namen nach Zeugen Jehovas.“ – WT 01.12.2007, S. 11.
 
Das dieser Name auch im Freimaurertum seinen Platz findet, das sei hier nur mal am Rande erwähnt, mit folgendem Link:
 
 
 
Nur mal als „Lesetipp“:
 
 
 
Der göttliche Name, der für immer bleiben wird“, eine Broschüre der Wachtturmgesellschafft (von 1984), welche (unabsichtlich) auf die Verwendung des „Gottesnamens“ in der „weltlichen“ Christenheit aufmerksam macht, lange bevor es eine Wachtturmgesellschaft gab. Siehe link:
 
 
 
Das eigentliche Ziel dieser Broschüre ist es, die Verwendung dieses Ersatz-Namens innerhalb ihrer Gruppierung zu begründen, was ja auch m.E. okay ist – dabei dementiert die Wachtturmgesellschaft jedoch auch die von ihr selber angeführten Vorverurteilungen des „Sklaven“.
 
Was also nicht okay ist – und wo ich glaube das ich nicht der einzige bin dem das so vorkommt - ist die obenstehende pauschale Vorverurteilung, wen der himmlische Vater verworfen hat und wen nicht... dies angeblich aufgrund der Nicht-Verwendung eines „Gottesnamens“, der gar nicht diesen Anspruch als einen solchen erfüllen kann.
 
Hier erkennt man also mitunter ein konkretes Beispiel der Informationsmanipulation seitens des „Sklaven“:
ZJ glauben, das andere Christen gar keine solche sind, nur weil diese angeblich nicht den „Gottesnamen“ verwenden.
Die Information, das sich dem nicht so verhält, wird vorenthalten – daher eine Informationsmanipulation.
 
„Nur ZJ verwenden Gottes Namen und werden deswegen gerettet“ – es wird so vom „Sklaven“ erfolgreich eingeredet.
 
Ich war früher überzeugt, dass nur ZJ diesen Ersatznamen verwenden.
Aber wieso sage ich eigentlich ganz bewusst, dass es nur ein Ersatz ist?
Und wieso kann es gar nicht ausschlaggebend sein, das ewige Leben beeinflussend, ob man genau diesen Wortlaut verwendet?
 
 
Wortkreation „Jehova“
 
Wie diese Vorverurteilung aller Nicht-Zeugen Jehovas eigentlich zu bewerten ist, kommt in der Antwort nach der Frage zum Ausdruck wie diese Formulierung „Jehova“ eigentlich entstanden ist.
 
„Jehova“ ist eine Wiedergabe der lateinisierten Wortkreation der Masoreten (Latein: „Iehova“) in die deutsche Sprache.
Die Masoreten selber haben ein Ersatzwort (ein lesbar und aussprechbaren „Wortlaut“) finden wollten, als sie die Bibel ins neue hebräische übersetzten.
 
Um das Tetragrammaton („JHWH“) in einen Sprachlaut zu verwandeln, mussten die im alt-hebräischen fehlenden Vokale ergänzt werden.
Dabei haben sie entsprechende Vokale genommen um im Endprodukt bewusst einen Ersatz zu konstruieren welcher gewusst nicht der richtige Name Gottes sein könnte.
 
Da man den zu „heiligenden Namen“ nicht durch eine falsche Wiedergabe verunglimpfen wollte, bezeichneten sie das Endergebnis klarerweise als ein Ersatwort.
Niemals hatten die Masoreten behauptet, dass dies der „echte“ Name Gottes sei – im Gegenteil.
Denn dazu hatte man bewusst eine Methode gewählt, welche den damaligen Experten (was die Masoreten nun mal waren), dieses angestrebte Ziel (bewusst einen Ersatzwortlaut zu bilden) allein durch die Art und Weise,  wie diese Umsetzung der Wortkreation realisiert wurde, klarmachte, das es sich bei „Jehova“ nicht mehr um einen „echten“ Namen Gottes handeln könnte, sondern gegenteiliges angestrebt wurde.
 
Kurz: Es wurde eine Methode gewählt, welche verdeutlichen sollte, das allein ein Ersatz angestrebt wird, nicht um den heiligen Gottesnamen selber zu ersetzen, sondern lediglich um eine Leseart als „Notlösung“ zu konstruieren.
 
Wie ging man dabei vor?
Man nahm die Konsonanten „JHWH“ der alt-hebräischen Schreibweise  und ergänzte sie mit den Vokalen aus „Adonej“ (oder „Adonei“), A, O und E.
 
Da im hebräischen der Gottesname von „Osten nach Westen“ (von links nach rechts) gelesen wurde, wurden die Vokale zusätzlich entgegengesetzt eingefügt, dass so erst ein „Jehowah“ entstand.
 
Ich darf festhalten:
 
Mit einer Willkür, aus zwei Begriffen einen neuen Wortlaut zu kreieren, ist alles andere als eine authentische Wegfindung um den „wahren Gottesnamen“ zu erstellen.
 
Nicht nur die Motive der Masoreten waren also offensichtlich, sondern deren Methode verdeutlicht diese Absicht, der alleinigen Ersatzfindung für einen zu heiligenden Namen zu konstruieren, welcher gar nicht adäquat im Vergleich mit dem Original sein konnte.
 
Erst mit der Lateinisierung wurde aus dem „W“ ein „V“, sowie aus dem „J“ ein „I“ (im lateinischen gibt es kein „J“).
Aus dem lateinischen ins deutsche viel dann das „H“ weg und aus dem „I“ wurde wieder ein „J“.
 
So entstand aus einem bewusst falsch konstruierten Ersatzform des Gottesnamens der deutsche Begriff „Jehova“, der später dann irrtümlich für den „echten“ Gottesnamen gehalten wurde – von den ZJ als „echter Name“ verwendet wird, von dessen Verwendung das ewige Leben abhängig sei.
 
Das nur mal als Beispiel, welche Informationen den ZJ vom „Sklaven“ vorenthalten wurden, zumindest bis heute (Ende 2012).
 
„Jehova“ ist dabei eigentlich nur eine Leseart des Tetragammatons, von mehreren.
In einigen Ländern wo Jehovas Zeugen aktiv sind, wird dann der Wortsprech sogar nochmal der jeweiligen Sprache angepasst.
Während z.B. der Wortsprech für "Georg Clooney" also weltweit immer derselbe bleibt, klingt der Wortlaut für den zu heiligenden Gottesnamen dann schon mal anders und wird sogar anders geschrieben. Im englischen wird "Jehova" mit "Jehowah" festgehalten und klingt dann wie "Jähouwa" - aber das nur am Rande.
 
 
"Der Text der Hebräischen Bibel" von Emanuel Tov, S. 46:
"Ein ständiges Ersatzwort wurde beim Gottesnamen JHWH verlangt, der alleinstehend mit den Vokalen von Adonai, neben Adonai stehend mit den Vokalen von Elohim vokalisiert wurde. Daraus entstand irrtümlich die falsche Lesart Jehova."
 
 
"The Five Books of Moses" von Everett Fox, S.29:
"Die dritte Lesart kombiniert die Konsonanten JHWH mit den Vokalen, die eigentlich die Aussprache von Adonaj verlangen. Es ist anzunehmen, dass daraus die Tradition entstand, den Namen des Gottes Israels mit „JeHoWaH“, latinisiert „Jehova“ wiederzugeben. ... Alte wie neue Versuche, die ‚richtige‘ Aussprache des Namens Gottes wieder zu ermitteln, waren jedoch bisher erfolglos".
 
 
Mal eine bescheidene Frage:
Macht es Sinn, andere Christen zu vorverurteilen, keine „echten“ Christen zu sein, von „Gott verworfen“, nur weil diese (angeblich) keinen Ersatznamen gebrauchen möchten, sondern weil sie direkt das Wesen, den himmlischen Vater an den sie glauben, anbeten möchten...?
 
 
Informationen die nun den ZJ zugespielt werden - WTG- „Einsichtenbuch“ (EB) Band 1, Stichwort „Jehova“:
 
 
Die richtige Aussprache des Gottesnamens. Im deutschen Sprachraum ist „Jehova [sprich: Jehowa]“ die überlieferte Aussprache des Gottesnamens, wenn auch die meisten Gelehrten der hebräischen Sprache „Jahwe“ den Vorzug geben. ...
Die ältesten hebräischen Handschriften enthalten den Namen in Form von vier Konsonanten, gewöhnlich Tetragrammaton oder Tetragramm genannt (von griechisch tetra-, „vier“, und grámma „Buchstabe“). Diese vier Buchstaben (von rechts nach links geschrieben) sind יהוה . Man kann sie im Deutschen mit JHWH (oder JHVH) transkribieren. Die hebräischen Konsonanten des Namens sind demnach bekannt. Die Frage ist nur, welche Vokale zu diesen Konsonanten gehören. Die Vokalzeichen kamen nämlich im Hebräischen erst in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends u. Z. in Gebrauch. (Siehe HEBRÄISCH [Alphabet und Schrift].) ...“.
 
 
„... Die richtige Aussprache des Gottesnamens... ist Jehova … die Frage ist nur welche Vokale zu diesen Konsonanten gehören ...“
 
Anm.: Obenstehend habe ich die Doppelbindung noch mal etwas herausgestellt:
Wie kann man den Anspruch erheben den „richtigen Namen“ zu verwenden, wenn doch die Frage offen ist, welche Vokale die richtigen wären?
 
Welche Infos werden vorenthalten?
 
Nur weil etwas „überliefert“ wurde, muss es deswegen also noch lange nicht „richtig“ sein, wie die Überschrift „Die  richtige Aussprache des Gottesnamens“ dennoch vermuten lässt (oder lassen soll).
Kein Wort darüber, bis heute und in der gesamten WT-Literatur nicht, das es sich bei „Jehova“ um ein zusammengesetztes masoretisches Ersatzwort handelt, welches irrtümlich für den echten Gottesnamen gebraucht wurde und wird.
Weiter im„EB“:
 
„Da sich gegenwärtig keine Gewissheit über die Aussprache erlangen läßt, scheint es keinen vernünftigen Grund zu geben, weshalb man im Deutschen zugunsten irgendeiner anderen vorgeschlagenen Aussprache auf die wohlbekannte Form „Jehova“ verzichten sollte.“
 
Klar, rein von dem Wunsch aus gesehen, einen Namen zu gebrauchen, ist das auch legitim.
Aber folgende Aussage wäre genauso berechtigt:
"Gerade weil sich gegenwärtig keine Gewissheit über die Aussprache erlangen lässt, wäre dies ein vernünftiger Grund, weshalb man im Deutschen zugunsten der anderen vorgeschlagenen Aussprache ("Gott" z.B..) auf die wohlbekannte Ersatzform "Jehova" verzichten sollte."
 
Das es sehr wohl einen „vernünftigen Grund“ gibt weshalb andere Bibelübersetzer diesen Namen nicht verwenden, sogar einen biblischen, wird hier auch noch angeführt.
 
Übrigens:
Bei den anderen im AT vorkommenden hebräischen Eigennamen wurde genau genommen nicht dieselbe Praxis vorgenommen, wie die Masoreten es bei „Jehova“ getan haben.
Zwar werden auch hier Vokale eingesetzt.
 
Aber dort nahm man eben nicht noch aus einen anderen Wort die Vokale hinweg, um sie entgegengesetzt den Konsonanten einzusetzen.
Hier, bei diesen bekannteren Namen (z.B. „Jacob“, „Hennoch“ oder „Jesaja“), war es Brauch die Vokale aus den damaligen Wortlauten der hebräischen Sprache zu übernehmen, welche den Masoreten aufgrund des alltäglichen Gebrauches wohlbekannt waren – denn deren Aussprache wurde nicht verboten und konnten so von Generation zu Generation weitergesagt werden.
Wenn jemand dennoch sagt, das es bei diesen anderen Namen doch auch so gemacht wurde, so ist er nicht im vollständigen Begriff der Informationen, wie es wirklich bei JHWH gemacht wurde.
 
Aber die Frage war ja, ob es überhaupt theologisch einen Sinn macht, Gott bewusst mit einem Ersatznamen anbeten zu wollen, um davon das ewige Heil abhängig zu machen, sowie diejenigen die es angeblich nicht tun, dieses Heil ebenso abzuschreiben.
Denn, das es sich um einen Ersatznamen, oder ein Kunstwort, eine Notlösung handelt, wird als Information den Zeugen Jehovas vorenthalten.
Hier muss ich anmerken, das ich als ehemaliger Zeuge Jehovas also aufgrund von falschen Informationen glauben musste, das Gott mit allein seinen „wahren Namen“ angebetet werden will, mit dem Glauben das es kein falscher Name ist.
 
Das er ein bewusst inszenierter falscher Name ist, als Ersatz gedacht, wurde mir vorenthalten...
 
Aber was ist vernünftiger?
Sich Gott selber zuwenden, dem Wesen welches man ahnt, oder Gott über den Umweg eines Ersatznamens indirekt anzubeten?
Letztlich betet ein Gläubiger nicht zu einem Namen, sondern zur Person - dem Wesen was hinter dem Wortlaut vermutet wird, egal um welcher Art Wortlaut (Name oder Bezeichnung) es sich handelt.
 
Die Masoreten selber verfolgten mit dem Ersatznamen ja nur das Ziel, um den Lesern der hebräischen Schriften eine aussprechbare Alternative bieten zu können, womit sie jedoch keinen Namen zur Anbetung geben wollten, sondern lediglich um beim Bibellesen etwas eine aussprechbare Form bieten zu können.
 
Des Weiteren darf und sollte man es daher zugestehen, wenn andere Gläubige das alles ganz anders sehen, wenn diese einen „berechtigten Grund“ haben diese Haltung nicht einzunehmen.
Ich denke da vor allem an jene Bibelübersetzer die nicht an ein bestimmtes biblisches Gebot vorbeigekommen sind (s.u.), ja sich bestimmt ihre Gedanken darüber gemacht haben, so das in diesem ein Anlass gefunden wurde, nicht so wie die Masoreten vorzugehen:
 
„Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen. Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. -.“ (5.Mose 5:11 „rev. Elberfelder“)
 
Ein Übersetzer der JHWH nicht zu einem „nichtigen“ Grund verwenden will, wird ihn auch nicht mit einer nichtigen Notlösung ersetzen wollen.
Man versteht es so, das Gott keinen Spaß um seinen heiligen Namen versteht.
Wenn Bibelübersetzer den Namen Gottes also nicht durch einen „unwürdigen“ Ersatznamen verunglimpfen möchten, weil sie sich bewusst sind, das ein bewusst falsch konstruierter Ersatzname unmöglich eine adäquate Lösung zum Gottesnamen sein kann, dann kann ich verstehen das sie „HERR“ oder „Gott“ verwenden, damit man als Leser weiß das das Wesen selber, Gott, im Text gemeint ist.
 
Es entspricht m.E. auch eher einem theologischen Sinn, denn in den Zeiten des AT gab es nun mal für den Hebräer keinen anderen realen Gott, als JHWH.
Die Figur hinter dem Tetragrammaton konnte zu Zeiten des AT nur der damalig bekannte Gott der Hebräer sein.
Da sie nur den Monotheismus kannten, würde es keinen Sinn ergeben einen anderen Gott in ihren damaligen Schriften zu vermuten als den „Schöpfer aller Dinge“.
Es gibt sie also doch, gute und überlegte Gründe wenn jemand auf den Wortlaut "Jehova" verzichten möchte - was anderes ist es aber nun, wenn man diese Gründe kennt, dann aber doch noch vorwirft, es aus satanischen Gründen zu belassen:
 

"Als in immer mehr Bibelübersetzungen der Eigenname Gottes verdunkelt oder völlig weggelassen wurde legte die Watch Tower Society zunehmend größere Betonung auf die Wichtigkeit jenes Namens. In der Christenheit argumentierte man dahin gehend, daß durch die Beseitigung des Namens Jehova das Evangelium weltweit mehr Anklang finden würde. Aber Jehovas gesalbte Diener erkannten, wer hinter dem Komplott stand, das zum Ziel hatte, den wichtigsten Namen, den es gibt, aus der Bibel zu entfernen. (Vergleiche Jeremia 23:27.) Gottes Diener erkannten, daß dieses Komplott von Satan, dem Teufel, geschmiedet worden war, um den Namen des wahren Gottes aus dem Gedächtnis der Menschen auszulöschen." - WT 15.03.1989, S.19.

Mich persönlich würde nun mal interessieren, aus welcher Quelle hier aufgegriffen wurde, das "durch die Beseitigung des Namens Jehova das Evangelium weltweit mehr Anklang finden würde" - dies ist nämlich eine infarme Lüge, welche den Tatsachen entgegensteht.

 
Den Gottesnamen durch eine „unwürdige“ Notlösung zu ersetzen, halte ich jetzt aber auch nicht direkt für einen Grund um die Gläubigen aufgrund der Aussage aus 5.Mose etwas „unbiblisches“ nachzusagen, nur weil jemand „Jehova“ verwenden mag.
Wie schon geschildert:
Meinetwegen darf man Gott ruhig mit diesem Ersatznamen „Jehova“ ansprechen.
Ich bin sicher das Gott auch auf „Jehova“ hört, weil dieser das Herz des Betenden kennt – jedoch gewiss nicht allein deswegen, weil der Beter einen nachweislich falschen Ersatznamen gebraucht.
Dass dieser Gott auch Gebete erhört, welche nicht an „Jehova“ gesprochen werden, zeigen (vom „Sklaven“ nicht beabsichtigt) Erfahrungen aus Wachturmartikeln, wie jemanden dennoch, obwohl als Nicht-Zeugen Jehovas zu Gott gebetet wurde, also nicht der Namen „Jehova“ verwendet wurde, dennoch eine Gebetserhörung nachgesagt wird:
 
 
„Interessant ist da, was zwei Geschwister in Uruguay erlebt haben. Die Mädchen waren von dem, was sie in Daniel 2:44 lasen, ziemlich verwirrt. Deshalb beteten sie darum, dass Gott jemand schickt, der ihnen den Text erklärt. Sie hatten die Bibel noch aufgeschlagen, als auch schon zwei Zeugen Jehovas vor ihrer Tür standen und ihnen genau diesen Vers vorlasen.“ 
WT 01.07.2010, S. 20.
 
 
 „In der Dominikanischen Republik lag eine Frau wegen einer Krebsoperation im Krankenhaus. Sie flehte zu Gott, ihr die richtige Religion zu zeigen. In dem Moment kam ihr Mann und brachte ihr die Broschüre  Was erwartet Gott von uns?. Er hatte sie am Vormittag an der Haustür von einer Zeugin Jehovas erhalten. Seine Frau las die Broschüre und sah darin eine Antwort auf ihr Gebet. Sie bat die Zeugin Jehovas, ihr die Bibel zu erklären. Nach kaum einem halben Jahr war ihr klar, dass sie für Gott leben wollte, und sie ließ sich taufen.“  
– WT 01.06.2009, S.28.
 
Nur mal zwei Beispiele von vielen - gebetet wurde zu Gott, ohne den Namen zu verwenden.
Genauso könnte ich durch die Reihen meiner Gemeinde gehen und Antworten bekommen, wenn ich nach Gebetserhörungen fragen würde, welche an Jesus gerichtet wurden.
Ein Gebet wurde z.B. erhört, als meine Frau (auch eine ehemalige Zeugin Jehovas) sich noch im selben Jahr als Christin (ohne Konfession) hat taufen lassen.
Genauso könnte man Muslime fragen...
 
Es geht also auch ohne Ersatznamen.
Warum dann auch nicht mit?
Als ich noch ZJ war hatte ich mich mal in Düsseldorf verlaufen – ich musste zur mündlichen Prüfung bei einer Zweigstelle vom Regierungspräsidenten (und nicht zum Hauptgebäude wie ich ursprünglich dachte), war in Zeitnot und betete zu „Jehova“ um Hilfe.
Als ich bei der Post nach der Adresse suchen wollte begegnete mir genau an dem Telefonbuch, aus dem ich mir den Standort der Zweigstelle notieren wollte einer Dame die zufällig genau dort arbeitete wo ich hin musste.
Die fragte mich auch noch was ich suche, sagte dass deren Büro aber auch schwer zu finden sei und würde mich eben schnell hinfahren.
Sie war eine von fünf Mitarbeitern dieser Zweigstelle.
Als ich sie fragte was sie bei der Post denn suchte meinte sie nur, dass sie einen Eindruck hatte dort hingehen zu müssen und um mich anzusprechen.
Dass ich „zu Jehova um Hilfe“ gebeten hatte, hatte ich ihr nicht gesagt – und warum sollte Jehova eine „Ungläubige“ senden?
Aber es war nicht das einzige Erlebnis, wo „Jehova“ mir „Ungläubige“ zur Hilfe schickte.
Ein anderes Mal betete ich wegen einer Firma wo ich ein flaues Gefühl hatte dort mitzuarbeiten – da begegnete ich „zufällig“ noch am selben Tag einen Menschen, der mir nicht nur sagen konnte, dass diese Firma Scientology-Methoden verwendete, sondern eben auch, dass die Zeugen Jehovas „anders schlimm sind“ wie die Anhänger von Hubbert  – auch das war ein Christ, aber auch ein „falscher“ wie ich damals dachte...
 
Heute bete ich zu Jesus als Mittler zum himmlischen Vater hin und auch die Gebete werden erhört - zumindest habe ich den Eindruck.
Und es wird bestimmt auch Muslime geben, die sagen das ihre Gebete erhört wurden – ich habe nicht das Recht diese Ansicht zu dementieren, denn wenn Gott gnädig ist, dann erkennt er auch jedes Gebet welches vom Herzen kommt – auch wenn es an „Allah“ geht.
Es wäre überheblich zu behaupten, dass Gott nur Gebete von Christen erhört.
 
Was ist also so „schlimm“ an diesen Ersatz-Gottesnamen?
Der Name an sich ist gar nicht schlimm.
Es ist jedoch vermessen zu behaupten, dass Gott nur mit dem Namen „Jehova“ angebetet werden darf, sowie dass angeblich nur ZJ, „die wahre Religion“, das auch durchführen:
 
 
Wer die wahre Religion ausübt, betet einzig und allein Jehova an und macht Jehovas Namen bekannt... Gottes Diener beten daher keinen anderen als nur Jehova an. Ihre Anbetung schließt ein, den Menschen zu sagen, wie der Name des wahren Gottes lautet ...“ – „Was lehrt die Bibel wirklich?“, S.146.
 
Die Unobjektivität dieser Aussagen lässt sich wie folgt verdeutlichen indem ich obenstehendes Zitat wie folgt ändere:
 
„Wer die wahre Religion ausübt, betet einzig und allein Gott mit dem Ersatznamen „Jehova“ an und macht den Ersatznamen „Jehova“ bekannt. Jesus erklärte: „Gott mit seinem Ersatznamen, Jehova, sollst du anbeten...“. Gottes Diener beten daher keinen anderen als nur Gott mit seinen Ersatznamen an. Ihre Anbetung schließt ein, den Menschen zu sagen, wie der Ersatzname des wahren Gottes lautet...“...
 
 
Emotionale Schublade.
 
Ich darf also anmerken, dass die gesamte Doktrin auf diesen Behelfsnamen aufgebaut wurde, was etwas anderes ist, als wenn Christen diesen Namen zum Lobpreis benutzten.
Denn aufgrund der Doktrin des „Sklaven“ soll mit diesem Namen nun auch dieselben Gottesgefühle verwoben werden, welche eigentlich, im Sinne einer Anbetung, dem Wesen hinter dem Namen zugeordnet werden sollten, als wie dem Ersatznamen selber.
 
Doch so wird allein mit dem Begriff „Jehova“ ein neues Schlagwort bei den ZJ eingeführt, denn zu diesen Wortlaut soll nun die komplette Palette der Emotionen zugeordnet werden, wie sie eigentlich Gott selber zugeordnet werden sollte.
Wichtig ist dem „Sklaven“ das dieser Name mit Gott gleichwertig geprägt wird.
 
Dabei bin ich mir sicher, so war es zumindest als ZJ bei mir der Fall, das ich das Wesen Gottes an sich mit seinen Eigenschaften betrachtet habe, das es so auch der ZJ an sich auch versteht – der Unterschied liegt jedoch in der Willkür der Zuordnung, welche Gott und diesen Ersatz-Namen als gleichwertig darstellen sollen.
 
Anstatt zu sagen: „Gott, ich liebe dich“ – sagt der ZJ „Jehova ich liebe dich“ – beides wird mit der Verwendung dieses Namens erreicht.
Nur dieser Name bezeichnet Gott eindeutig, zumindest in der Vorstellung eines ZJ.
Dieser Name bezeichnet doch noch lange nicht das göttliche Wesen, wie es der Begriff „Gott“ mit einem Wort hinbekommt.
Und mit dem Begriff "Jehova" kann Gott neu definiert und emotional geprägt werden, da auch hinter diesem als  Begriff neue emotionale Zuordnungen übertragen werden. So wird aus "Jehova" ein Gott, der sich von dem dreieinigen Gott der Christenheit unterscheidet.
 
 
 
„Sein Name, Jehova, bedeutet, dass er alles halten kann, was er verspricht, und alles ausführen kann, was er sich vorgenommen hat. Dieser Name ist wirklich einzigartig. Er steht nur Gott zu.“ „Was lehrt die Bibel wirklich?“, S.14.
 
 
Obwohl man gar keinen Wert auf diesen bewusst falsch konstruierten Namen legen dürfte, ordnet aber genau dies der Sklave als eine „Wahrheit“ an, der alle ZJ nachgehen müssen.
Das wird also alles andere als subjektiv gehalten.
Zumindest sollte es nicht den Wert einer allgemeingültigen „Wahrheit“ erhalten, eher einer subjektiven – will heißen:
Wer das machen möchte, der kann das ja gerne tun und Gott „Jehova“ nennen.
 
Aber es sollte keine Pflicht sein.
Dennoch scheint dem „Sklaven“ diese emotionale Zuordnung zum Namen „Jehova“ wichtiger zu sein, als wie zum Wesen Gottes selber, was z.B. das „EB“ (auch unter dem Stichwort „Jehova“) verdeutlicht:
 
 
„Obwohl er in der Bibel auch mit beschreibenden Titeln wie zum Beispiel „Gott“, „Souveräner Herr“, „Schöpfer“, „Vater“, „der Allmächtige“ und „der Höchste“ bezeichnet wird, verbindet sich seine Persönlichkeit mit all seinen Eigenschaften — wer und was er ist — nur mit seinem Eigennamen und kommt nur darin voll zum Ausdruck.“
 
 
D.h., das ZJ mit diesem Ersatznamen das Wesen Gottes – „wer und was er ist“ – verbinden.
„Nur mit seinem Eigennamen“ kommt auch sein Wesen „voll zum Ausdruck“.
 
Wenn ich ihnen den Namen meiner Frau sage, dann müsste dieser Logik nach auch das Wesen meiner Frau bekannt werden.
Aber auch das geht nur, wen ich Ihnen etwas über meine Frau erzählen würde – es soll sehr viele Frauen geben die Sandra heißen.
 
Diese Zuordnung welche übernommen werden soll – das Wesen Gottes mit dem Ersatznamen „Jehova“ zu verbinden – erfolgt während des „Heimbibelstudiums“.
Zum Beispiel hier, „Was lehrt die Bibel wirklich?“, Kapitel 1:
 
 
„Aber außer der Liebe hat Jehova noch viele andere hervorragende und ansprechende Eigenschaften. Wie die Bibel sagt, ist er „barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit“ (2. Mose 34:6). Er ist „gut und zum Vergeben bereit“ (Psalm 86:5). Er ist geduldig (2. Petrus 3:9). Er ist loyal, das heißt treu (Offenbarung 15:4). Je mehr man in der Bibel liest, desto mehr wird einem bewusst, wie Jehova diese und viele andere ansprechende Eigenschaften bereits zum Ausdruck gebracht hat...“.
 
Es ist m.E. eine pragmatische und profane emotionale Zuordnung an einem Ersatznamen, eine vorweggenommene emotionale Markierung, um den Interessierten später im Sinne eines Schlagwortes die Emotionen aufkommen zu lassen, die man diesen Begriff „Jehova“ zugeordnet hat.
Und ein Zeuge Jehovas wird sich verletzt fühlen, wenn er erfährt dass „Jehova“ nur ein Ersatzname ist – es tut mir sehr leid, aber so ist das nun mal.
 
Man kann sich vielleicht daran trösten, das Zeugen Jehovas nicht die einzigen sind, die gerne diesen Namen gebrauchen – jedoch sind dies dann jeweils persönlich vorgenommene Verbindungen, die man diesen Namen zugeordnet hat, ohne es aus einer Indoktrinierung übernommen haben zu müssen.
 
 
Nachteile für den Interessierten
 
Viel wichtiger wäre es gewesen, einen Menschen in seinen bisherigen Glauben an einen Gott zu nehmen wie er ist, als wie durch die Neuzuordnung der bisherigen Gottesgefühle einem nachweislich falschem Wortkonstrukt zukommen zu lassen.
Gott, dem Wesen selber, sollte man gegenüber etwas empfinden, von sich heraus, nur dann kann man auch von einem natürlich gewachsenem Glauben sprechen – ansonsten bleibt es bei den suggerierten Gottesgefühlen, einer emotionalen Übernahme vom „Sklaven“ von dem, was man allein einem Namen an Bedeutung zuordnen soll, noch bevor man Gott irgendwie persönlich erlebt hätte.
 
Einem Freund wird man aufgrund der persönlichen Bekanntschaft seine Charaktereigenschaften zuordnen können.
Ein ZJ soll eine Freundschaft mit Jehova eingehen, obwohl er ihn nie persönlich kennengelernt hat...
 
Ein an sich bedeutungsloser Name wird erst durch den Menschen mit Bedeutung erfüllt, obwohl man gar nicht sicher sein kann, ob Gott wirklich so ist, wie man es den Wortkonstrukt gerne beimessen möchte.
Es ist keine natürliche Beimessung mehr, sondern künstlich.
 
 
 
Vorteil für den Sklaven:
Der Gläubige wird Gott nur in Verbindung mit diesen bewusst falsch konstruierten Namen kennenlernen.
Da er noch zusätzlich einredet, das Gott nur so angebetet werden will, wird dieser Name zu einen „doppelseitigen Klebeband“ an diese Gruppierung, welche ja angeblich die Einzige ist, die zu „Jehova“ betet...
 
 
Zusammengefasst:
 
Informationen werden also vorenthalten, dass „Jehova“ eben nur eine Notlösung ist – ein Kunstwort aus den Konsonanten JHWH und den Vokalen aus Adonai.
 
Ein ZJ bekommt die Hauptgründe vorenthalten, wieso andere Bibeln eben nicht „Jehova“ wiedergeben, weil diese z.B. eben nicht mit einen Behelfskonstrukt den originalen und zu „heiligenden“ Gottesnamen verunglimpfen wollten, was bei den anderen hebräischen Namen (Moses, Aaron, etc.) wiederum okay ist, da es sich bei denen nun mal um keine heiligen Gottesnamen handelt, die an ein Gebot Gottes des AT gebunden wären...
 
 
Zuletzt bearbeitet am 18.08.2014