7.5. Der persönliche Gottglaube und der „Sklave“

 
 
7.5. Der persönliche Gottglaube und der „Sklave"
 
 
Wenn man jedoch als schlechte Kirchenführung wert darauf legt (so wie der „Sklave“), das alle Anhänger dasselbe glauben, sowie denselben Glaubensstand beibehalten sollen, das der persönliche Glaube, eigentlich der ganze Mensch, kontrolliert in die gesamte Religion eingebunden werden soll, kann es fataler weise zu einer aufgezwungenen Einheit werden.
 
Wo der Gläubige aufgrund solch einer Indoktrinierung seine natürliche Glaubensentwicklung verlässt und suggeriert bekommt, das er ja alles "freiwillig" macht und das alles ja auch seine persönlichen Ansichten sind, welche der Sklave vorschreibt, verdeutlicht eigentlich das es ein unnatürlicher Weg sein muss, wie ein ZJ zu seiner Religion gekommen ist.
 
Wenn in einen Wald alle Bäume gleich aussehen würden, weil Drähte und Stützen, sowie regelmäßiges Stutzen den natürlichen Wachstum unterdrücken, dann käme dies doch jemanden unnatürlich vor ... wie darf einem es dann vorkommen, wenn alle ZJ das gleiche glauben müssen?
 
Ein Baum darf wachsen wie er kann und wie es der Boden hergibt – ein ZJ muss glauben was er glauben „darf“...
 
 
 
 
 
 
 
 
Indoktrinierung bedeutet, das eine geistliche Führung in die Persönlichkeitsrechte eines Unwissenden eingreift, um ihn in seinen natürlichen und individuellen Weg der Glaubens- und Gottesfindung zu verwehren, da man bestrebt ist, allein die Ansichten zu übertragen, neben der suggerierten Natur des Glaubens, welche allein der Führung von Interesse sind.
 
Fatal wird es also, da die Religionsorganisation darauf aus ist, das ihre Glaubensinhalte 1:1 auf den Anhänger übertragen wird, zusammen mit der Illusion einer eigenen Ansicht.
 
Der ZJ kann es nicht mehr voneinander differenzieren, denn seine ursprünglichen und natürlich entwickelten Gottesgefühle werden beim „Heimbibelstudium“ übergangen und durch suggerierte ersetzt – zumindest wenn es nach dem „Sklaven“ geht.
 
Hier ist also schon lange nicht mehr von einem einfachen harmlosen Einfluss die Rede – ein harmloser Einfluss wäre erkennbar, wenn innerhalb der Gruppierung andere Ansichten, bei den Anhängern untereinander, akzeptiert werden würden.
 
Bei den ZJ ist es jedoch so, das andere Sichtweisen gar nicht erst aufkommen (aus Angst...), weil diese nicht erlaubt sind (... vor dem sozialen Ausschluss aus der Gruppierung oder aus Angst vor Harmagedon u.a.).
Und wenn sie aufkommt, die eigene/abweichende Meinung, muss diese für sich behalten werden, weil der „Sklave“ die „Einheit“ (ich nenne es eine „Willkürherrschaft“ des "Sklaven") bewahren will – wer nicht mitmacht, muss gehen.
 
 
 
Zuletzt bearbeitet am 18.08.2014