6.8. Milton Modell - Pronomen ohne Bezug

 
 
6.8. „Milton Modell“ - Pronomen ohne Bezug
 
 
Was den Einsatz von Pronomen betrifft, so gibt es eigentlich eine einfache Regel.
Zuerst gilt es ein Nomen (Substantiv) zu verwenden, bevor ein Pronomen als Ersatz, zum Zweck der Verkürzung und Vereinfachung im Satzbau, dienen kann.
Beispiel:
 
„Ich hab die Thermoskanne gefunden. Sie („Sie“ = Pronomen mit Bezug auf „die Thermoskanne“) lag in der Spülmaschine.“
 
Der Leser möge nun im nächsten Beispiel erfahren, wie er selber zum Pronomen wird:
 
„Man möge nun in diesem Beispiel erfahren, wie man selber zum Pronomen wird.“
 
„Man“ ist hier das Pronomen, aber deswegen ist das noch keine Suggestion.
Erst in Kombination der Inhalte die man übertragen möchte, wird die Gesamtaussage zu einer Suggestion – siehe Beispiele unten
stehend.
Erst in Verbindung mit dem Zusatz, dem, was man übertragen möchte, dann erst ist diese Ansprache an das UB zielgerichtet eingesetzt
worden.
Ein „man“ ohne Bezug einzusetzen macht also alleine genommen noch keine Suggestion aus, sondern erst ein ans UB gerichteter Befehl.
 
Ansonsten hätte ich im vorliegenden Werk selber nie ein „man“ verwenden dürfen.
Wenn es kein Substantiv gibt, worauf sonst sich der Leser beziehen könnte, handelt es sich wiederum um eine Aussage, welche nach außen
den Eindruck einer allgemeinen Aussage beansprucht, dabei aber wiederum das Unter-Bewusstsein (UB) des Lesers dazu verleitet, etwas auf sich persönlich zu beziehen.
Das UB versteht dann immerzu „ich bin gemeint“.
 
Wenige Beispiele aus dem HBSH, „man“ = „ich der Leser" – zu beobachten ist in den folgenden Aussagen, welche Ansichten und Tätigkeiten oder Gedankenprozesse übertragen werden sollen:
 
 
„Was auf den vorigen Seiten zu sehen und zu lesen ist, sollte man nicht gleich als reines Wunschdenken abtun. – S. 6.
 
„Wenn man die angegebenen Bibelstellen in der eigenen Bibel nachschlägt, findet  man sich bestimmt bald gut darin zurecht. Außerdem könnte man sich vornehmen, jeden Tag etwas in der Bibel zu lesen. Bei drei bis fünf Kapiteln täglich hat man die Bibel in einem Jahr durchgelesen.“ – S. 7.
 
Man sucht nach dem richtigen Weg, möchte Gefahren meiden oder ist einfach neugierig“ – S. 8.
 
 
„Es gibt Antworten auf unsere Fragen und man kann sie finden — in der Bibel.“ – S. 9.
 
„Im Anhang wird auf Seite 218, 219 begründet, warum man sagen kann, dass Michael ein anderer Name für Jesus Christus ist.“ – S. 87.
 
Da sich heute so viele biblische Prophezeiungen erfüllen, muss man einfach zu dem Schluss kommen, dass wir wirklich in den letzten Tagen leben.“ – S. 94
 
Man sieht heute ganz deutlich, dass die Menschenherrschaft gescheitert ist.“ – S. 112.
 
 
„Auch sollte man seinen persönlichen Wunsch, für die wahre Anbetung einzutreten, jeden Tag im Gebet erwähnen und Jehova um Hilfe bitten, so zu denken, wie er denkt (Jesaja 55:9).“ – S. 156.
 
„Um Jehova näher zu kommen, muss man unbedingt etwas über ihn lernen.“ – S. 187.
 
„Worum handelte es sich dabei, und warum kann man sagen, dass 1914 ein so wichtiges Jahr war?“ – S. 216.
 
„Da es im Wort Gottes keinerlei Hinweise auf zwei himmlische Heere treuer Engel gibt — eines angeführt von Michael und eines von Jesus —, darf man schlussfolgern, dass Michael kein anderer ist als Jesus Christus in seiner himmlischen Stellung.“ – S.219.
 
Man kann sie passenderweise als Weltreich bezeichnen... Daraus kann man schlussfolgern, dass Babylon die Große weder eine politische noch eine wirtschaftliche, sondern eine religiöse Weltmacht ist.“ – S. 220
 
„Aber man kann sagen, dass Feste und Feiertage, bei denen Menschen oder menschliche Organisationen verherrlicht werden, für Jehova nicht annehmbar sind...
 
Man sollte zudem im Sinn behalten, dass es bei religiösen Festen auch auf die Ursprünge ankommt, ob Gott sie gutheißt oder nicht“ 
– S. 223.
 
Frage aus Kapitel 16: „Was muss man sich fragen, wenn man die falsche Religion verlassen hat, und warum ist das wichtig?“
 
Auch hier gehen die Einsätze von Pronomen ohne Bezug ins „bodenlose“, wenn die gesamte WT-Literatur dementsprechend durchsucht werden würde.
"man" ist ja nur ein einzelnes Beispiel für so einen Bezug-loses Pronomen.
Es gibt da ja noch eine ganze Reihe mehr an Wortwendungen.
Aber als Beispiel möge dies genügen.