5.3. Bauchgefühl
 
 
Was anderes als die Liebe ist unser „Bauchgefühl“, welches auf einer anderen Ebene existiert, von dem aber die Entscheidungen im Wesentlichen mit beeinflusst werden und somit einen Anteil unseres Unterbewusstseins mit beansprucht, aber irgendwie auch eine Brücke zu unserer bewussten Wahrnehmung zu sein scheint.
 
Auch wenn wir glauben klar bei Verstand zu sein, so weiß man mittlerweile das unser „Bauchgefühl“, unsere Intuition, ein Teil in unserem Inneren wo man mit den Gefühlen zu denken scheint und deren Bedürfnisse unweigerlich in den Entscheidungen mit einbezogen werden, einen weitaus größeren Einfluss auf unsere Motive nimmt, als wie wir vielleicht meinen mögen.
 
Hier müsste man wiederum vieles differenzieren um es methodisch korrekt zu formulieren.
Doch wenn hier im weiteren Verlauf des Kapitels vom „Unterbewusstsein“, der „Gefühlsebene“ oder der „Intuition“ die Rede ist, dann ist speziell damit der „innere Mensch“ in seinen Innenleben und seinen inneren Prozessen (auch die des unbewussten Denkens) gemeint, die man nicht sehen kann; oder wie an anderer Stelle beschrieben, das sinnbildliche „Herz“ eines Menschen, diese innerste „Kammer“ in unserer selbst, welche maßgeblich unsere Entscheidungen auf unbewusster Ebene mit beeinflusst.
Wo aber auch Motive und die Entscheidungen des Menschen verändert werden können, die man normalerweise nicht verfolgen würde.
Die Ebene, welche auch empfänglich für Suggestionen ist.
 
Wenn jemand zu etwas überredet wird, was er eigentlich nicht wollte, dann wurde er genau in dieser innersten Kammer verändert, wo das, was man will, konstruiert wird.
Und wenn man will, kann man den Willen von jemand anderen beeinflussen, wenn man weiß wie es geht.
 
Vielleicht ist das „Herz“ auch eine Fabrik, die verschiedene Teile von unbewussten und bewussten Bedürfnissen, sowie den Einflüssen aufgrund vorhandener Entscheidungsgrundlagen, die allesamt einen gemeinsamen Nenner zur Entscheidungshilfe suchen, zusammenbaut.
Wenn es dieses „innere Kämmerlein“ nicht geben würde, dann gäbe es keine Wünsche und es gäbe keine Entscheidungen – es gäbe keine Grundlagen für den eigenen Willen eines Menschen.
 
Entscheidungen werden natürlich auch aufgrund der äußeren Eindrücke der gesamten Wahrnehmung getroffen.
Auch das Nervenkostüm wirkt auf unsere Emotionen mit ein.
Das aber unser Verstand die Hauptrolle spielt ist genau genommen eine Illusion – das „merkt man“ nur nicht immer und der Mensch will es nicht gern wahrhaben.
 
Äußere Eindrücke werden unweigerlich von unserem Unterbewusstsein verarbeitet und lassen uns dann auch emotional reagieren – der letzte
Filter mag dann vielleicht der Verstand sein, je nachdem, wie anfällig man für äußere Eindrücke ist.
Es gibt aber letztlich kaum eine Entscheidung die wir treffen, welche allein auf Logik beruhen könnte, da in diesen „Willen“ unser „Bauch“
mit einwirkt.
Unsere Gefühlswelt nimmt bis zu 70% Einfluss auf eine Entscheidung, auf das was der Mensch will.
Ich könnte unzählige Beispiele für diese Wechselwirkungen aufzählen, wo klar wird das der Verstand auch nur so reagiert wie es die Einheit des gesamten Menschen hergibt.