5.1. Der Mensch, das mehrdimensionale Wesen
 
 
Um weitere Fragen beantworten zu können, versuche ich zunächst eine gemeinsame Grundlage mit dem Leser zu schaffen.
Denn nicht jeder Mensch besitzt das gleiche Bild vom Menschsein an sich.
Ich persönlich pflege hierbei zunächst den Menschen als ein Ganzes zu betrachten wo...
 
... der Leib (der Körper an sich mit seinen Bedürfnissen und Trieben, das Geschlecht, aber auch das Nervenkostüm und die unbewussten Mechanismen, Wahrnehmung der Sinne)...
 
... die Gefühlswelt (Emotionen und derer Bedürfnisse, emotionale Wahrnehmung)...
 
... das Unterbewusstsein (es umschreibt jeglichen unkontrollierbaren Vorgang eines körperlichen, emotionalen Prozesses, was auch die innerlichen Informationsfilter betrifft und die unbewusste Wahrnehmung aus dem Fokus nimmt.
Hier können auch suggestiv Ausgelöste Vorgänge des Denkens umgesetzt werden, da unbewusste Vorgänge es sind, die dem Verstand einen Sinn liefern)...
 
... der Verstand (Bewusstes verarbeiten von den biologisch gegebenen und selbst erstellten Informationen, Wissen, Bilden einer Meinung, Konstruktives Denken, Lernfähigkeit, Intelligenz, Phantasie, Logik, Zeitwahrnehmung, inklusiver seiner Wahrnehmung von Informationen, Selbstwahrnehmung)...
 
... eine Einheit bilden (Vollständigkeit wurde hier nicht angestrebt).
 
Der Mensch ist ein vielschichtiges, mehrdimensionales Wesen, gebündelt in einer biologischen Einheit.
 
Ich muss anmerken, dass diese vier Ebenen immer irgendwie miteinander zusammenhängen.
Aber auch das es nicht leicht ist, von einer Ebene zur anderen, eine klare Grenzen zu bilden.
Denn auch wenn man meint eine Abfrage nur auf Verstandesebene zu liefern (1+1=?) so sind viele unbewusste Mechanismen, biologischer und chemischer Natur, dazu nötig um diesen Prozess überhaupt mit Erfolg abzuschließen (Zugriff auf entsprechender Gehirnpartie, Aufrufen von Wissen, die Nutzung neuraler Bahnen, etc. etc.).
 
Wenn man sich bewusst macht, dass das bewusste Denken nur aufgrund weiterer unbewusster Prozesse und diese auch nur aufgrund gut funktionierender biologischer Abläufe möglich sind, wird verdeutlicht das es nichts am Menschen gibt, was er allein aufgrund seines Verstandes zu verdanken hat.
Ohne der passenden Biologie, sowie des darin enthaltenen Unterbewusstseins, gäbe es unseren Verstand gar nicht, bzw. uns würden die Grundlagen fehlen einen solchen benennen zu können.
Genau genommen macht man sich zu 99,99% nie bewusst Gedanken darüber, dass ein Gedanke an sich, ein biologisch ermöglichter Prozess ist.
 
 
Gedanken wiederum werden von Emotionen beeinflusst.
Emotionen sind wiederum biologische Vorgänge, welche man jedoch nicht als solche bezeichnen würde (eher als seelisch), was diese aber letztlich sind.
Was bleibt ist, dass der Mensch an sich eine Einheit von vielen weiteren Facetten und Aspekten biologischer Natur ist, welche man in sich weiter unterteilen müsste, um bestimmte Vorgänge genauer beschreiben zu können.
 
Der Mensch kann dann auf jeder dieser Ebenen erreicht werden:
Informationen erreichen den Verstand, das Unterbewusstsein und die Gefühlsebene.
Eine Mahlzeit nimmt Zugriff auf die körperliche Wahrnehmung, beeinflusst aber auch das emotionale Wohlbefinden.
Ein „liebes Wort“ spricht den Verstand, aber auch die Gefühlsebene an, was wiederum körperliche Prozesse sind.
 
Und so könnte man hunderte von Beispielen nennen, welche alle verdeutlichen würden das der Mensch an sich nichts tun kann, wo nicht mindestens zwei Ebenen aktiv dran beteiligt sind, wenn man meint nur bei Verstand zu bleiben:
Die körperliche Ebene und das Unterbewusstsein.
 
 
Was hat das alles mit der Frage zu tun, wieso ein Mensch ein ZJ werden möchte?
 
Wenn ein Mensch sich verändert, dann verändert sich ein Mensch eben in dieser (angedeuteten) Gesamtheit.
Jeder Mensch ist so eine Einheit aller Ebenen – auch denen, die er sich nicht aktuell bewusst ist.
Jeder bildet für sich ein komplexes Ganzes.
 
Ein Mensch der durch eine Indoktrinierung verändert wird, der wird auch biologisch verändert, weil die grauen Zellen des Langzeitspeichers nun mal auf biologischer Basis agieren, genauso wie die damit gekoppelten Emotionen.
Eine Prägung ist ein biochemischer Prozess.
Und somit gibt es wiederum unzählige Faktoren, was alle Menschen, obwohl wir alle verschieden sind, miteinander verbinden, weil das „Prinzip Mensch“ auf derselben Biologie basiert.
Kennt man diesen gemeinsamen Nenner, kann man dieses Wissen ausnutzen um es manipulativ einzusetzen.