2.1. „Heimbibelstudium“ = Indoktrinierung zum Zeugen Jehovas

 
 
Beim sogenannten "Heimbibelstudium", wo Jehovas Zeugen sich anbieten bei den Leuten in deren Privaträumen vorbeizukommen um dort dann mit jenen "die Bibel zu studieren", kommt der potentielle Neuling, welcher an sich nur die Bibel studieren wollte, nun etwas intensiver mit der „geistigen Speise“, und zwar der besagten Publikation "Was lehrt die Bibel wirklich?" (herausgegeben von der Wachtturmgesellschaft) in Verbindung, welche an sich einen Grund zum hinterfragen liefern sollte:
Warum wird dieses Buch „Was lehrt die Bibel wirklich?“ durchgenommen und nicht die Bibel selber?
 
1. Zunächst einaml handelt es sich nur um eine partiell geringe Anzahl an Bibelaussagen, welche für die speziellen Glaubensansichten eines Zeugen Jehovas relevant sind.
Diese Bibelzitate werden auch nicht studiert, nicht im Sinne eines eigenen Hinterfragens der ursprünglichen Wertes für den damaligen Autoren und ob seine Aussage noch heute die gleiche Relevanz besitzt, sondern diese Zitate werden lediglich in dieser Publikation verwendet um in einer eigenen Interpretation auszuhelfen, oder um eine eigene Lehraussage mit der Bibel zu „stützen“.
Da die Bibel selber viele Interpretaionen und Lehraussagen des "Sklaven" nicht enthält, ist also so eine externe Erklärung vonnöten - daher das derzeitige "Heimbibelstudienhilfsmittel" "Was lehrt die Bibel wirklich?", in der dann alles ergänzt werden kann, was die Bibel niemals so aussagt.
 
2. Dann wird man in eine emotionale Schiene eingeführt, da die Gedanken nicht sachlich, sondern „liebevoll“ vermittelt werden sollen.
Das Buch "Was lehrt die Bibel wirklich?" unterstützt die emotionale Vereinnahmung. -> siehe 5.
 
3. Das „Heimbibelstudienhilfsmittel“ (HBSH) soll nebenbei so viele Zielgruppen wie möglich ansprechen, was noch unter -> 3.Zielgruppen  genauer heraus gestellt wird. 
 
4. Auch kann man in einem solchen „Hilfsmittel“ Suggestionstechniken und Formen der Manipulation verwenden, welche die Autoren der Bibel nicht mal kannten – siehe hierzu die Themen 6 und 7.
 
5. Hier kann man Ängste schüren und Methoden anwenden, welche die Vorbereitung zur Konformität gegenüber dem „Sklaven“ begünstigen.
Die Bibel selber wird jedoch zum Nebendarsteller.
Die Betrachtung dieses HBSH, erhebt somit nur einen äußeren Anspruch, genauer gesagt hegt es nur den Anschein, sich mit den Lehren der Bibel zu beschäftigen, was jedoch exklusiv nur das aus der Bibel als „Wahrheit“ darstellt, was der „Sklave“ als als solche darstellen möchte.
Der angehende Interessierte wird also nur eine einseitige Sicht der Dinge erfahren, wenn er sich selber nicht gut genug in der Bibel auskennt.
 
Damit dürfte klar sein, welche weitläufige Zielgruppe dieses Buch ansprechen soll:
Menschen die es aufrichtig mit der „Gottesfindung“ meinen (womit die Gründe eines Wunsches nach einer Religion zusammengefasst werden sollen – siehe nächstes Thema), sich aber nie ernsthaft mit den biblischen Grundlagen des christlichen Glaubens beschäftigt haben.
Leider haben dies die großen Kirchen tatsächlich versäumt, ihren Mitglieder einen ausgeglichenen Bibel-fundierten Glaubensgrundkurs mit auf dem Weg zu geben, wo ein ZJ mit den HBSH seiner Organisation problemlos ansetzen kann, um diese Lücke zu „schließen“.
 
Der Leser soll hier bitte die Information mitnehmen, das alles aus der Bibel so dargestellt werden kann wie man möchte, in dem man einfach das gewünschte herausstellt und die konträren Bibelaussagen außen vor lässt, und/oder die eigene Hervorhebung einfach mit einer eigenen Interpretation verziert.
 
Ein solches Vorgehen ist aber kein Vergleich mit der Erstellung der christlichen Theologie, welche viele weitere Aspekte zu berücksichtigen pflegt.
Die Vernünftigen Aspekte einer sinnvollen Exegese (Auslegung) der Bibel und wie diese von der LK bewusst ignoriert werden, wird deshalb innerhalb Kapitel 4 angeschnitten.
Hier angeführte Hinweise zur tatsächlichen christlichen Lehre, ohne unnötige Fragmente eines fundamentalistischen Bibelglaubens, sollen hier nur als Erklärung verstanden werden, wovon genau sich Zeugen Jehovas zu trennen bemühen sollen und welche psychologische Folgen dieses Vorgehen für die Anhänger hat, welche im Sinne ihrer „geistigen Führung“ verläuft.
Also nicht als „Löffel der Weisheit“, sondern um die Bewandtnis hinter dieser Methode anzuzeigen und aufzuschlüsseln.
 
Unter einer Informationsmanipulation  versteht man die absichtliche Verfälschung von Nachrichten durch Zusätze und/oder Auslassungen, im Sinne des Manipulators.
Mit der Bibel kann man im Prinzip genauso vorgehen und aus ihr heraus das darstellen was man möchte und dies mit der passenden Rhetorik ganz leicht glaubhaft rüber bringen.
Voraussetzung ist lediglich, das der Mensch gegenüber sich nicht in der Bibel auskennt und sich daher leicht von der „Bibelkenntnis“ eines Zeugen Jehovas beeindrucken lässt.

 

 
 
-> zur Übersicht