1.4. Was der ZJ mit seiner Organisation verbindet

 
 
1.4. Organisation
 
Die „leitende Körperschaft“ (LK) hat eine „Organisation“ ins Leben gerufen, was an sich nachvollziehbar und vernünftig ist, wäre mit dieser bei einem Zeugen Jehovas nicht noch viel mehr verbunden als lediglich ein Bürowesen und den damit verbundenen organisatorischen Angelegenheiten, was dieses Wort in seiner Grundbedeutung vermuten lassen würde.
Doch hier erzeugt man eine interne Doppeldeutigkeit, dh. das man innerhalb der Gruppierung noch eine weitere Bedeutung zu diesem Begriff beimisst.
 
Wichtig ist daher auch auf die Zugehörigkeit eines Zeugen Jehovas zu seiner Organisation hinzuweisen, da er mit dieser weit mehr verbindet als wie man meinen könnte, wo ich auch die WT-Zitate für sich sprechen lassen möchte:
 
Wt 15.5.2014 - S.26: "Diese neue, von Gott sehr begünstigte Organisation bestand auch nach der Zerstörung Jerusalems 70 u. Z. (Luk. 21:20, 21)."
S.29-30:"Bruder Pryce Hughes, der immer treu zu Jehova und seiner Organisation hielt, schrieb einmal: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich von jenen frühen Tagen kurz vor 1914 . . . bis heute in der Erkenntnis des Vorhabens Jehovas herangewachsen bin. . . . Eines ist mir dabei sehr wichtig gewesen: mich eng an Jehovas Organisation zu halten. Frühe Erfahrungen zeigten mir, wie unvernünftig es ist, sich auf menschliche Überlegungen zu verlassen. Sobald ich mich in dieser Hinsicht entschieden hatte, beschloss ich, mit Jehovas treuer Organisation Schritt zu halten. Wie sonst könnte man Jehovas Gunst und seinen Segen erhalten?“
 
WT 15.04.2010:
„Denken wir daran, dass die Organisation Jehovas nicht nur aus einem himmlischen, sondern auch aus einem irdischen Teil besteht. Wenn der himmlische Teil von Jehovas Geist gelenkt wird, dann gilt das natürlich auch für den irdischen Teil. Lassen wir uns bereitwillig und gehorsam von dem irdischen Teil der Organisation Jehovas leiten? Dadurch zeigen wir, dass wir mit Jehovas sinnbildlichem Wagen Schritt halten und uns gern nach seinem heiligen Geist ausrichten“.
 
 
WT 15.11.2009:
"So allgegenwärtig wie die Luft, die wir atmen, ist der „Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist“ (Eph. 2:2). Wir könnten uns dadurch einflüstern lassen, wir brauchten keine Anleitung von der Organisation Jehovas...
Also müssen wir uns vor der Neigung hüten, nur dem eigenen Willen zu folgen. Wir wollen bestimmt nie etwas sagen oder tun, was letztlich respektlos gegenüber der Sklavenklasse wäre, durch die Jehova heute Anleitung übermittelt (4. Mo. 16:1-3). Stattdessen wollen wir dankbar dafür sein, dass wir sie unterstützen dürfen, und uns eng an ihre Anleitung halten. Und auch denen, die in unserer Ortsversammlung die Führung übernehmen, wollen wir gehorchen und uns ihnen vertrauensvoll unterordnen. (Lies Hebräer 13:7, 17.)“
 
 
Auch hier bitte ich den Leser, sollten irgendwelche Inhalte nicht verstanden werden, mich einfach zu kontakten und nachzufragen.
 
 
"Unser Königreichsdienst“ - WTG-Druck für Deutschland, 03.2011, S.4:
„Wenn wir über die Bibel nachdenken und die Studienhilfsmittel der Organisation Jehovas verwenden, öffnen wir Jehova unser Herz (Ps. 62:8). Solch ein Studium stellt einen Akt der Anbetung dar, durch den wir unsere Ergebenheit Jehova gegenüber zeigen und unsere Bindung zu ihm stärken.“
 
WT 15.01.2001:
„In den 1920er Jahren wurde auch erkannt, daß es zwei gegensätzliche Organisationen gibt: die Organisation Jehovas und die Organisation Satans. Der Kampf zwischen diesen ist immer noch im Gange, und wir werden nur dann auf der Siegerseite stehen, wenn wir mit Jehovas Organisation Schritt halten.“
 
EdA:
„Organisation Satans“ = Alle anderen Religionen, sowie alle Regierungen der Erde.
Weiter im selben WT:
 
„Wie dankbar wir doch sind, kein Teil der Organisation Satans zu sein, wenn wir beobachten, daß das gegenwärtige böse System von schier unlösbaren Problemen geplagt wird! Und wie begünstigt wir sind, innerhalb der Organisation Jehovas geistige Sicherheit zu haben!“
 
EdA: 
„Böse System“ = „Satans Organisation“, alle Andersgläubigen
 
WT 15.07.2005:
„Spätestens in Harmagedon werden dann alle Gegner gezwungenermaßen anerkennen, dass der irdische Teil der Organisation Gottes wirklich den himmlischen Teil repräsentiert.“
 
WT 15.11.2004:
„Das wilde Tier und der falsche Prophet sind politische Gebilde und ein Teil der sichtbaren Organisation Satans. Sie werden in Harmagedon untergehen, wenn Gottes Königreich alle Königreiche der Welt zermalmen und ihnen ein Ende bereiten wird.“
 
WT 15.09.1995:
„Zu diesem Zweck hat Jehova durch sein Wort, seinen heiligen Geist und seine sichtbare Organisation für alles gesorgt, was wir brauchen. Wir müssen daraus vollen Nutzen ziehen….
Wer zur Christenversammlung gehört, ob jung oder alt, sollte unnötige Gemeinschaft mit Personen meiden, die nicht Jehova hingegeben sind. Gottes Gunst werden wir nur erlangen, wenn wir uns bemühen, untadelig zu sein und uns von der Welt ohne Flecken zu bewahren. Dann haben wir die Zusicherung, daß uns Jehova in Harmagedon nicht zusammen mit den Gottlosen durch den Tod hinwegfegen wird.“
 
EdA: 
„Nicht Jehova hingegeben“ = Ungläubige oder Andersgläubige, auch als „falsche Christen“ bezeichnet.
 
WT 01.09.1989:
„... Diese Erfahrungen aus Italien sind lediglich ein Beispiel dafür, wie die „begehrenswerten Dinge“ das gegenwärtige böse, gewalttätige System verlassen und in die reine, friedliche Organisation Jehovas kommen, bevor er das politische System Satans erschüttert, indem er es in Harmagedon vernichtet.“
 
 EdA:
„Begehrenswerten Dinge“ = Menschen die sich auf die ZJ einlassen und sich in die Gruppierung eingliedern lassen.
 
,,,
 
Obenstehende Zitate lassen auch hier nur vermuten, zumindest angedeutet, mit welchem Exklusivitätsanspruch, aber auch mit welchen Feindbildern ein Zeuge Jehovas durchs Leben ziehen muss:
Nur sie alleine liegen mit ihrer Gott-erstellten Organisation richtig - alles andere sind "Gottlose" und werden umkommen.
Und wieso auch Angst vor „Harmagedon“ zu einem unausgesprochenen Druckmittel wird, um mit dieser Organisation in Verbindung zu bleiben.
Ängste, über die kein ZJ gerne spricht... ein ZJ wird sagen, wenn überhaupt (habe ich zumindest selber schon von einem Ältesten gehört), das diese mit der Religion verbundenen Angst etwas normales sei, wenn nicht etwas gutes, denn immerhin bliebe man dann ja in Sicherheit...
Doch auch diese trägt nun mal dazu bei, dass die Objektivität nicht so zum Vorteil eingesetzt wird als wie man könnte.
Ich meine sagen zu können, das auch schon von einem Verlust an Objektivität gesprochen werden muss, denn in der Regel wird ein ZJ gar nicht mal überdenken, ob die vorgegebenen Bibelauslegungen ihrer religiösen Führung, der Leitenden Körperschaft, fehlerhaft sein könnten.
Gott will bestimmt nicht, das man vor ihm Angst hat - Liebe erpresst niemanden mit ewiger Verdammnis.
 
Doch der „Sklave“ nutzt ein großes Aufgebot an manipulativen Möglichkeiten (siehe z.B. Kapitel 6) um seinen Anhängern das Gefühl zu vermitteln, es „eben besser“ zu wissen als wie Andersgläubige.
 
Der Begriff „Organisation“ kommt übrigens nicht einmal in der Bibel vor.
Selbst nicht in der „Neue-Welt-Übersetzung“ (NWÜ), jener „Bibel“, welche von der Wachtturmgesellschafft (WTG) gedruckt und publiziert wird.